<BR /><BR />Abschied der Urgesteine, die bereits in der Ära Durnwalder die Landesverwaltung geprägt haben. Klaus Luther, Leiter der Abteilung Präsidium, und Martin Pazeller, 20 Jahre lang Leiter der Landesabteilung Landwirtschaft, sind mit Jahresende in den Ruhestand getreten. Im Juni folgt Albert Wurzer, Leiter der Agentur Landesdomäne.<BR /><BR /> Auch Philipp Achammer steht vor einem Exodus: Im Mai geht Volker Klotz, Leiter der Abteilung Deutsche Kultur, in Pension. Ende Mai verabschiedet sich mit Ressortchef Armin Gatterer die rechte Hand des Landesrats in den Ruhestand. Dasselbe gilt ab 1. Mai für Antonio Lampis, Leiter der Abteilung Italienische Kultur und Ressortchef von Landesrat Galateo. Die Leiterin der Familienagentur, Carmen Plaseller, wechselt im März zur Cusanus Akademie nach Brixen. <BR /><BR />Auf Ebene der Amtsdirektoren sind u. a. Veronika Rabensteiner (Gesundheitspersonal) und Catrin Marzoli (Denkmalamt) mit Jahresende ausgeschieden. Richard Paulmichl (Schulfürsorge) ist im Dezember gestorben.<h3> Suche nach Nachfolgern teilweise im Gange</h3>Die Landesregierung reagiert auf den Wechsel mit einer Klausur. Die Suche nach Nachfolgern ist teilweise im Gange. Wer einen Ressortchef oder Abteilungsleiter ersetzen will, muss in die erste Ebene des Führungskräfteregisters eingetragen sein, klarer gesagt, bereits eine Abteilung leiten. Im August wurden bis auf Virna Bussadori alle im Amt bestätigt, ein Wechsel ist finanziell selten interessant, weshalb die internen Aufrufe für die Abteilungen Landwirtschaft, Italienische Kultur leer ausgingen. Der nächste Schritt ist jetzt ein Wettbewerb. Laut Generaldirektor Alexander Steiner sollte dieser im Februar stattfinden.<BR /><BR /> Ein Karrieresprung ist hingegen der Aufstieg zum Ressortchef. Fünf Bewerber buhlen derzeit um Gatterers Nachfolge, darunter die geschasste Meraner SABES-Bezirksdirektorin Irene Pechlaner, Matthias Stuflesser (lad. Kultur), Peter Kinzner (bereichsübergreifende Dienste) und Manuela Defant (Wirtschaftsentwicklung). In Bälde werden die Gespräche mit dem Landesrat abgeschlossen.<h3> <h3> Keine Chance mehr für den Nachwuchs</h3></h3>Die Landesregierung reagiert auf die Pensionierungswelle in den Chefetagen der Beamten mit einer Klausur zum Thema Personal. Längst nicht alle Landesräte sind zufrieden mit dem neuen Führungskräftegesetz. Dieses behindere den Aufbau von Nachwuchs. Ein Amt kann nur übernehmen, wer bereits Amtsdirektor oder höher eingestuft ist. „Einen Jungen geschäftsführend einzusetzen, damit er dann am Wettbewerb teilnimmt, ist nicht mehr möglich“, sagt ein Landesrat.<BR />Vor allem aber soll über die Art diskutiert werden, wie Spitzenjobs ausgeschrieben werden. Bisher erfolgte sie in großen Kategorien: Verwaltung, technische Berufe, Schule. „Bewertet wurden in erster Linie die Managementqualitäten und weniger die Erfahrung im Bereich selbst“, heißt es. Dies hatte zur Folge, dass Kandidaten zum Zug kamen, die zur Materie keinerlei Bezug haben – etwa als eine ausgewiesene Personalfachfrau zur Leiterin der Musikschule Taufers Ahrntal auserkoren wurde. „Erstellt wird eine Liste von Geeigneten, um die man nicht herumkommt“, sorgen sich Landesräte. Sie drängen auf Einzelausschreibungen jedes Postens, damit der Bezug zum Fach selbst garantiert sei.