Das Gesetz, das die Oberschulreform zum Inhalt hat, sei mittlerweile in Kraft getreten, erklärte der Landeshauptmann. Staatspräsident Giorgio Napolitano habe es unterschrieben. Nun werde es vom Rechnungshof in Rom einer Überprüfung unterzogen. „In den nächsten Tagen wird es dann veröffentlicht werden“, erklärte Durnwalder. Auf Staatsebene tritt die Reform im Herbst in Kraft. Die Südtiroler Landesregierung hat im März beschlossen, die gesetzlich erlaubte Frist von sechs Monaten zur Umsetzung der Reform zu nutzen. Das heißt, dass die reformierte Oberstufe – beginnend bei den ersten Klassen – in Südtirol mit einem Jahr Verzug umgesetzt wird. An die Südtiroler Realität muss die Reform erst angepasst werden. In einem ersten Schritt hat die Landesregierung heute einen entsprechenden Rahmengesetzentwurf genehmigt. Dieser enthält Richtlinien sowohl zur Art der Schultypen, die es in Südtirol künftig geben wird, als auch zur Methode der Schülerbewertung. Wie die einzelnen Schultypen auf das Territorium verteilt werden, werde in einem zweiten Moment festgelegt.Nun muss der Rahmengesetzentwurf noch vom Landtag genehmigt werden. Vorher bedarf es aber noch einiger Abstimmungen: Zuerst soll der Entwurf dem Rat der Gemeinden überstellt werden, dann will die Landesregierung mit Schulen, Verbänden und Gewerkschaften darüber reden. Im Mai soll der Rahmengesetzentwurf im Landeschulbeirat diskutiert werden, im Juni nimmt sich abermals sie Landesregierung des Textes an und im Juli soll sich die Gesetzgebungskommission des Landtages mit damit beschäftigen.Zu einer Abstimmung im Landtag soll es dann voraussichtlich im September kommen. stol