Donnerstag, 28. Dezember 2017

Landesregierung legt fest, wer kostenlos geimpft werden kann

Am Donnerstag hat die Landesregierung die Risikogruppen neu festgelegt, denen Impfungen kostenlos verabreicht werden können.

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„Es gibt eine Reihe von Infektionen, die auch bei uns wieder vermehrt Verbreitung finden, sei es durch eine erhöhte Mobilität, sei es durch den Klimawandel“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher die Ausdehnung der Risikogruppen in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung.

So können in Zukunft alle, die in Südtirol ansässig sind, kostenlos zur Zeckenimpfung. „Die FSME-Fälle sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. 2016 hatten wir in Südtirol 14 Infektionen“, begründet auch Gesundheitslandserätin Martha Stocker diesen Schritt.

Auch für andere dringend empfohlene Impfungen gibt es Erleichterungen. Während der Staat die Gratis-Verabreichung von dringend empfohlenen Impfungen nur für die Kohorten ab 2012 bzw. 2017 vorsieht, ermöglicht Südtirol die Gratis-Verabreichung nicht nur für alle Risikogruppen, sondern - was die Pneumokokken-Impfung und die Meningokokken B-und C-Impfung betrifft - auch mindestens für die 0- bis 16-Jährigen.

Herpes Zoster und Influenza Impfungen sind gratis für Risikogruppen und über 64-Jährige und die Papillomavirus-Impfung ist für die 12- bis 18-Jährigen (männlich und weiblich) kostenlos. Neu eingeführt wird nach staatlicher Vorgabe auch die kostenlose Rotavirus-Impfung für alle von 0 bis 16, die ab 2017 geboren sind. Auch die Hepatitis A-Impfung wird für Risikogruppen kostenlos angeboten.

Gratis-Impfungen für Risikogruppen

Darüber hinaus kann sich das gesamte Gesundheitspersonal des Sanitätsbetriebs kostenlos impfen lassen. Dasselbe gilt für alle Bediensteten der privaten Gesundheitseinrichtungen, für Freiberufler im Gesundheitsbereich, für Mitarbeiter des Weißen und des Roten Kreuzes und für das Personal und die Studenten der Fachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana sowie für das Schulpersonal und Erzieher in sozialpädagogischen Einrichtungen für Minderjährige.

„Mit dieser Maßnahme wollen diesen Berufsgruppen einen besonderen Schutz ermöglichen“, erklärt Stocker. Diese Impfungen umfassen die zehn vom Staat vorgesehenen Pflichtimpfungen Polio, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Haemophilus, Masern, Mumps, Röteln und Varizellen sowie die empfohlenen und dringend empfohlenen Impfungen gegen Pneumokokken, Meningokokken B und C, Herpes Zoster, Papillomavirus, Influenza, Rotavirus und Hepatitis A.

Für Personen, die in keine dieser Kategorien fallen, hat die Landesregierung die Tarife für die freiwillige Impfung gegen Meningokokken, Tollwut, Masern, Mumps, Röteln, Hepatits A und B, Varizellen, Herpes Zoster, gegen das Rota- und gegen das Papillomavirus vereinheitlicht und auf 30 Euro pro Dosis gesenkt.

Der Tarif für die Beratung von Fernreisenden und die Ausstellung des internationalen Impfpasses wurde dagegen von 15 Euro auf 30 Euro erhöht.

lpa

stol