Donnerstag, 10. Oktober 2019

Erfolgreiche Probe: Der Zivilschutzalarm zum Nachhören

Eine Minute lang heulten um kurz nach 10 Uhr am Donnerstag im ganzen Land die Sirenen in einem auf- und abschwellenden Heulton ohne Pausen. Was im Ernstfall der Zivilschutzalarm ist, wurde am heutigen Vormittag geprobt.

Unter anderem heulte die Sirene am Übungsturm der Berufsfeuerwehr in Bozen.
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Unter anderem heulte die Sirene am Übungsturm der Berufsfeuerwehr in Bozen. - Foto: © Zivilschutz

Bis der einminütige Signalton im ganzen Land erschallt, muss ein genau festgelegtes Protokoll abgearbeitet werden, an dem mehrere Stellen beteiligt sind.
Damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert, wurde am Donnerstagvormittag probeweise ein Notfall simuliert.

Szenario: Eine Überschwemmung

Das angenommene Szenario: Eine Überflutung, die Bürger müssen sich in höher gelegene Stockwerke begeben.
Ein Bürgermeister meldete telefonisch über die Berufsfeuerwehr den Notfall.
Die Anfrage zur Auslösung eines Zivilschutzalarms kann nur von berechtigten Amtspersonen vorgenommen werden, sprich vom Landeshauptmann, dem Bevölkerungsschutzlandesrat, dem Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, allen Bürgermeistern und den Vorsitzenden der Bezirksleitstellen.

Nach dem Anruf informierte die Berufsfeuerwehrzentrale die Landesnotrufzentrale und die Verkehrsmeldezentrale. Dort wurde der Text für das Bevölkerungsinformationssystem BIS aufgenommen.

Anschließend wurde das Passwort zur Auslösung des Zivilschutzalarms in einem Umschlag von der Berufsfeuerwehr an die Landesnotrufzentrale übergeben.

Dort wurde am Computer der Alarm im betroffenen Gebiet ausgelöst. Die BIS-Meldung wurde über die Verkehrsmeldezentrale an Radiosender und Fernsehstationen übermittelt und im Bürgernetz veröffentlicht.



Push-Meldungen haben nicht funktioniert

Das alles muss innerhalb von nicht mehr als 30 Minuten passieren – was am Donnerstag auch geklappt hat.

Was nicht funktioniert hat, sind die Push-Meldungen über die Meteo-App.
In der Einheitlichen Notrufzentrale 112 gingen während der Übung nur 30 Anrufe ein, die Bevölkerung war ausreichend informiert worden.

Ob alle rund 550 Sirenen im Land ausgelöst wurden, steht derzeit noch nicht fest, wird aber im Laufe des Tages ermittelt. Die Bürger sind aufgerufen, zu melden, ob sie die Sirene gut, nicht so gut oder vielleicht sogar gar nicht gehört haben.

liz/lpa