Mittwoch, 11. September 2019

Landtag für stärkere Einbindung der Privatmedizin

Der Landtag hat sich für eine stärkere Einbindung der Privatmedizin in den Landesgesundheitsdienst ausgesprochen. Der Beschlussantrag war von den Landtagsabgeordneten Leiter Reber und Mair eingereicht worden.

Wartezeiten sollen verkürzt und medizinische Behandlung in der Muttersprache verstärkt werden.
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Wartezeiten sollen verkürzt und medizinische Behandlung in der Muttersprache verstärkt werden. - Foto: © shutterstock

"Eine stärkere Einbindung der Privatmedizin in den Landesgesundheitsdienst kann wesentlich zur Entlastung der öffentlichen Einrichtungen im Südtiroler Sanitätsbetrieb beitragen", erklärte Andreas Leiter Reber (Freiheitliche). "Voraussetzung dafür ist ein einkommensunabhängiger Ausbau der Rückvergütungen für alle Bürgerinnen und Bürger. Damit können die Krankenhaus-Ambulanzen entlastet sowie OP- und Ambulanz-Wartezeiten reduziert werden. Gleichzeitig werden die freie und persönliche Arztwahl und die Aussicht auf eine medizinische Behandlung in der Muttersprache im Sinne der Patienten gestärkt", so Leiter Reber.

Der Antrag ziele nicht auf eine Zwei-Klassen-Medizin ab, sondern gehe auf konkrete, dringende Erfordernisse ein, betonte Leiter Reber abschließend. LR Thomas Widmann sagte, dass wenn das öffentliche System für die benötigten Leistungen nicht ausreiche, dann müsse man auf andere Lösungen zurückgreifen, z.B. mit Konventionen. Daher könne man dem Antrag zustimmen. Andreas Leiter Reber zeigte sich erfreut über die Zustimmung. Man werde die Umsetzung genau verfolgen. Der Antrag wurde mit 28 Ja, 2 Nein und 1 Enthaltung angenommen. 

ANSA

stol