Innerhalb 2028 soll bei der Villnösser Haltestelle eine neue Eisenbahnbrücke das Eisacktal überspannen. Die zweigleisige Brücke wird das Bindeglied zwischen dem Schalderer-Tunnel und dem südlichen Grödner Tunnel bilden und ist damit ein zentrales Bauwerk für die Realisierung der südlichen Zulaufstrecke Franzensfeste–Waidbruck des Brenner-Basistunnels (BBT).<h3> Die neue Eisenbahnbrücke</h3>Die Vorarbeiten für den Brückenbau laufen bereits: Dazu gehört unter anderem die Vorbereitung es Bodens um zu einem späteren Zeitpunkt die acht Pfeiler der Brücke errichten zu können. Der eigentliche Brückenbau soll in dann in einer Fertigteilbauweise mit möglichst mit Lärmabsorbierenden Materialien erfolgen. <BR /><BR />Wie berichtet, wird die rund 30 Meter hohe Eisenbahnbrücke die Brennerstaatsstraße, den Eisack, die A22 sowie die bestehende Bahnstrecke überspannen. Parallel dazu wird auch die Einfahrt nach Villnöß neu gestaltet. <BR /><BR />Grundlage für die Umsetzung des Bauloses 1 der Zulaufstrecke Franzensfeste–Waidbruck ist ein Beschluss des Interministeriellen Komitees für Wirtschaftsplanung (CIPE) aus dem Jahr 2018. Darin wurde unter anderem der Bau eines neuen Kreisverkehrs an der Brennerstaatsstraße unterhalb des Gasthofs „Klamm“ festgelegt. Das Projekt erfuhr die Zustimmung von Land, Bezirksgemeinschaft und den angrenzenden Gemeinden, so Martin Ausserdorfer, Direktor der BBT-Beobachtungsstelle. Deshalb werde das Vorhaben als Teil des CIPE-Beschlusses folgerichtig nun auch umgesetzt. <h3> Was die Gemeinden dazu sagen</h3>Der genannte Kreisverkehr, der in erster Linie von der Gemeinde Villnöß gefordert worden war, wird nun verwirklicht. Wiederholt gegen einen Bau des Rondells ausgesprochen hatte sich die Gemeinde Feldthurns und dabei im November 2025 auch einen Gemeinderatbeschluss gefasst. In dem Beschluss fordert der Rat die Behörden auf, auf das Vorhaben zu verzichten, da der Kreisverkehr nach Ansicht der Gemeinde den Verkehrsfluss auf der Brennerstaatsstraße verschlechtern, zusätzliche Staus verursachen und die Belastung für Anrainer erhöhen würde. Dies sei nach wie vor die Position der Gemeinde, sagte Bürgermeister Patrick Delueg gestern auf Nachfrage. <BR /><BR />In der Gemeinde Villnöß zeigt man sich indes bestätigt in der Forderung, den CIPE-Beschluss und damit den Bau des Kreisverkehrs umzusetzen. „Wir haben seit Beginn an auf den Kreisverkehr bestanden – er stellt eine sichere Einfahrt nach Villnöß dar. Darüber hinaus ist die Fraktion Teis stark von der jahrelangen Baustelle und dem Lärm betroffen“, so Vize-Bürgermeister Alois Fischnaller. <BR /><BR />Ausserdorfer zum Stand der Dinge der laufenden Arbeiten: „Derzeit wird der Verkehr so umgeleitet, dass wir mit dem Bau eines Teils des Kreisverkehrs beginnen können. Anschließend wird der Verkehr auf die neu errichtete Fahrbahn verlegt, damit wir den restlichen Abschnitt fertigstellen können. Ich gehe davon aus, dass der Kreisverkehr bis Anfang Oktober abgeschlossen sein wird.“ Auch der Landesstraßendienst teilt mit, dass ab dem 24. Juni bis zum 5. September mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und einem abwechselnden ampelgeregelten Einbahnverkehr zu rechnen ist. <BR /><BR />Nach Fertigstellung des Kreisverkehrs soll im Bereich des Südportals Schalders eine Zufahrtsstraße zum Portal errichten; außerdem sollen im Bereich der bisherigen Villnösser Einfahrt die Tiefgründungen für die Fundamente der Brückenpfeiler ausgeführt werden.