Freitag, 20. März 2020

Lange Schlangen vor den Supermärkten in Mailand und Rom

Aus Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Krise haben sich am Freitag vor den Supermärkten vieler Großstädte in Italien lange Schlangen gebildet.

In Mailand haben sich vor den Geschäften lange Schlangen gebildet.
In Mailand haben sich vor den Geschäften lange Schlangen gebildet. - Foto: © ANSA / Andrea Canali
Vor allem in Mailand stellten sich unzählige Bürger vor den Eingängen der Supermärkte an, wo strikte Regeln in Sachen Abstand zwischen den Kunden eingehalten werden müssen.

Viele Familien befürchten Engpässe bei der Warenlieferung und Einschränkungen bei den Ausgangsmöglichkeiten und besorgten sich deshalb Lebensmittel für mehrere Tage, berichteten italienische Medien.

Einige Kunden hatten in Mailand sogar Koffer dabei, um so viele Lebensmittel wie möglich nach Hause mitzunehmen. Auch in Rom gab es längere Schlangen vor den größten Supermärkten.

Erwartet wird, dass die italienische Regierung an diesem Wochenende weitere Maßnahmen zur Eingrenzung der Epidemie ergreift. Angesichts der weiterhin zunehmenden Zahl von Coronavirus-Todesfällen hat der lombardische Präsident Attilio Fontana die Regierung in Rom den Einsatz des Militärs zur Einhaltung der Ausgangssperre gefordert.

Zugleich sprach sich Fontana für die komplette Schließung aller Büros und Baustellen aus. Ziel sei es, die Zahl der Menschen auf den Straßen aufs Minimum zu reduzieren.

apa

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