Dienstag, 29. September 2020

Lange Wartezeiten an A22-Mautstellen: „Nicht am Kassenpersonal sparen“

Die langen Wartezeiten an den Mautstellen der Autobahn in Südtirol seien nicht mehr tolerierbar, schreiben Herbert Dorfmann, Magdalena Amhof, Helmut Tauber und Renate Gebhard den Verantwortlichen der Brennerautobahn AG. Nicht zusätzliches Verkehrsaufkommen verursache unnötige Staus und Abgase, sondern fehlendes Kassenpersonal. Die automatischen Kassen verlangsamen die Zahlungs-Abwicklung. In Sterzing gibt es seit dem Personal-Ersatz durch automatische Kassen täglich stockenden Verkehr und lange Staus.

Nicht zusätzliches Verkehrsaufkommen verursache unnötige Staus und Abgase, sondern fehlendes Kassenpersonal.  (Archivbild)
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Nicht zusätzliches Verkehrsaufkommen verursache unnötige Staus und Abgase, sondern fehlendes Kassenpersonal. (Archivbild) - Foto: © DLife/lo
Der Eisacktaler Bezirksobmann der SVP Herbert Dorfmann ist erzürnt: „Die Menschen längs der Autobahn im Eisacktal sind seit Jahrzehnten hohem Abgasausstoß und inakzeptabler Lärmbelästigung ausgesetzt.“ Eine Stunde Leerlauf im Auto koste einen Liter Treibstoff. Der höhere Treibstoffverbrauch bedeute mehr CO2 in der Atmosphäre und verstärke den Treibhauseffekt, betont der Bezirksobmann gemeinsam mit den SVP-Funktionären Magdalena Amhof, Helmut Tauber und Renate Gebhard.

In den vergangenen Wochen hätten sich die langen Warteschlangen an den Mautstellen täglich wiederholt, bei der Autobahnausfahrt in Sterzing gab es immer wieder kilometerlange Staus. Die Fahrspuren an der Mautstelle Sterzing seien nur teilweise benutzbar, sagen die politisch Verantwortlichen: „Die A22 hat offensichtlich an saisonalem Sommerpersonal gespart, um die Covid-19-bedingten Einbußen wieder wettzumachen.“

Leider sei der Verkehr auf der A22 nach anfänglichem Rückgang wieder auf dem früheren hohen Niveau angelangt. Umso unverständlicher sei der Personalabzug. „Diese Sparmaßnahme wirkt sich nur minimal auf das Budget der A22 aus“, sagt Herbert Dorfmann. Die Auswirkungen auf die Anrainer hingegen seien desaströs.

In ihrem Brief an den Präsidenten der Brennerautobahn AG Hartmann Reichhalter und an Geschäftsführer Diego Cattoni fordern die SVP-Politiker des Eisacktales dringend die Rückkehr zu mehr Kassenpersonal an den Mautstellen, damit sich die Situation so schnell wie möglich entspannt: „Solch unnütze Sparmaßnahmen dürfen in Zukunft nicht wieder vorkommen.“ Die vermeintlich schwierige Wirtschaftslage der A22 dürfe die Lebensqualität der Eisacktaler Bevölkerung nicht weiter verschärfen.

stol