Je nach Bezirk wartet man (Stand Mai) auf einen Termin bei einer der Memorykliniken im Lande bis zu 160/170 Tage (Bruneck/Brixen). Und eigens ansuchen muss man noch immer.<BR /><BR />Wie lange wartet man auf die für die „automatische“ Einstufung notwendigen Untersuchungen? Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team K) wollte es genau wissen. Laut der Antwort des Sanitätsbetriebes beträgt die Wartezeit für den Gesundheitsbezirk Bozen für einen vorrangigen psychogeriatrischen Termin (erste neurologische Untersuchung bei kognitiven Störungen und Demenz) sieben Tage, für einen Termin mit aufgeschobener Priorität 52 Tage und für einen geplanten Termin 72 Tage. <BR /><BR />Die Wartezeiten für den Gesundheitsbezirk Meran betragen analog 65, 67 und 78 Tage. <BR /><BR />Ein ganz anderes Bild zeigt sich für die Zone Eisacktal/Pustertal: Die Wartezeiten für den Gesundheitsbezirk Brixen betragen 42 Tage für vorrangige Visiten, 180 für aufschiebbare und 170 Tage für geplante Termine. Für den Gesundheitsbezirk Bruneck sind dies hingegen 58, 78 und 161 Tage. <BR /><BR />Relevant für einen Termin zur Abklärung der Einstufung sind laut Landesrat Dr. Hubert Messner die „geplanten Termine“: also 72, 78, 180 und 161 Tage je nach Bezirk. „Da die Möglichkeit der Einstufung ohne Einstufungsteams noch sehr neu ist, dürften jedoch noch zahlreiche Betroffene weiterhin auf den Wartelisten für die bisherige Pflegeeinstufung stehen – und erst in Zukunft der wahre Zulauf auf die Memorykliniken erkennbar werden“, vermutet Rieder. Und dann, so befürchtet sie, könnte von der verringerten Wartezeit wenig übrig bleiben. <BR /><BR />Und wie sieht die Entlastung für die Pflegeteams aus? Bei 7.000 bis 8.000 neuen Anfragen pro Jahr „fallen diese ersten 110 noch nicht ins Gewicht“, sagt Pasquale Basile vom Amt für Pflegeeinstufung.