von Flora Brugger <BR /><BR />In der Nacht auf den Hochunserfrauentag, dem Oberbozner Kirchtag, sprühten Unbekannte auf dem Gelände der Bergstation in Oberbozen mit Kreidespray eine solche aufs Pflaster an der Bergstation. Am Vormittag wurde diese aber auf Geheiß der Behörden von der Feuerwehr Oberbozen wieder entfernt. <BR /><BR />Die Zeichnung zeigt eine gleisartige Spur, auf der Priority zu lesen ist. Die unbekannten Sprüher zeigten auch Humor und unterzeichneten mit „Bansky“, dem Pseudonym eines britischen Streetart-Künstlers. <BR /><BR />„Wir wissen nicht, wer da gesprüht hat. Es stört uns aber nicht. So kommt das Thema wieder auf den Tisch“, sagt Renate Mumelter, die Sprecherin der Initiativgruppe „Priority Rittner Seilbahn“, die schon seit längerem eine Vorzugsspur für die einheimische Bevölkerung fordert und 900 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt hat.<BR /><BR />Die Initiativgruppe steht in Kontakt mit der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), die versicherten, dass Bemühungen laufen, eine Vorzugsspur für Inhaber von SüdtirolPass und SüdtirolAbo einzurichten. „Es muss etwas weitergehen, sonst wird der Unmut immer größer“, betont Mumelter. Sie ist zuversichtlich, dass im kommenden Jahr die Pendler bei langen Warteschlangen an der Berg- und Talstation der Rittner Bahn über eine Vorzugsspur durchmarschieren können. <BR /><BR />Rittens Bürgermeister Paul Lintner bezeichnet die Sprühaktion als den falschen Weg, ein Problem aufzuzeigen. Es sei immer besser, den Dialog zu suchen. „Grundsätzlich sind solche Aktionen nicht sinnvoll, allein auch schon deshalb, weil sie eine Verschmutzung darstellen“, sagt Lintner. Überall dort, wo viel Leute unterwegs seien, komme es eben zu Wartezeiten, und es sei auch gut, dass die Bahn so viel genutzt werde. <BR /><BR />Die Errichtung einer Vorzugsspur für Pendler hält auch Bürgermeister Lintner für sinnvoll. Die STA sei dabei, diese zu schaffen.