Dienstag, 23. Januar 2018

Langtaufers: Evakuierung läuft- UPDATE

Zur Stunde läuft die Evakuierung im abgeschnittenen Langtauferertal auf Hochtouren. Die Einsatzleitung hat gegenüber STOL erklärt, dass die ersten Personen aus dem Hotel in Melag ausgeflogen und gerettet worden seien.

In der Gemeindeleitstelle des Zivilschutzes in St. Valentin werden die nächsten Schritte koordiniert. - Foto: FFW Langtaufers
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In der Gemeindeleitstelle des Zivilschutzes in St. Valentin werden die nächsten Schritte koordiniert. - Foto: FFW Langtaufers

Die Lawinengefahr der Stufe 5 im oberen Vinschgau besteht weiterhin. Seit Montag ist das Lagezentrum der Berufsfeuerwehr Bozen aktiv. Seit Dienstag ist auch Regierungskommissär Vito Cusumano im Lagezentrum, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Rudolf Pollinger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, ist mit Technikern der Agentur und vier Vertretern der Berufsfeuerwehr vor Ort, um der Zivilschutz-Gemeindeleitstelle in der Feuerwehrhalle Graun beratend zur Seite zu stehen.

Am späten Montagabend ist eine Lawine abgegangen und neben der bekannten Erlebnisschule zu Tal gedonnert. Der Spielplatz der Schule wurde dabei verschüttet.

Das Langtauferer Tal ist zur Zeit ab St. Valentin abgeschnitten. - Grafik: STOL

2 Schulklassen, die am Sonntag in die Erlebnisschule einziehen hätten sollen, wurde bereits im Vorfeld, und zwar am Sonntagabend, aufgrund der angespannten Lawinensituation, die im Tal herrscht, abgesagt. 

Das nahegelegene Hotel „Langtauferer Hof“ im Weiler „Kappl“, das in den Ausläufern des Lawinenkegels und somit in einer potentiellen Gefahrenzone liegt, wird zur Stunde am aus Sicherheitsgründen evakuiert.  (STOL hat berichtet)

Hier ist die Lawine zu Tal gedonnert. Im Bild rechts die Erlebnisschule. - Foto: FFW Langtaufers

Der Bürgermeister der Gemeinde Graun Heinrich Noggler hat verordnet, dass das Hotel Langtaufererhof, das  80 Gäste inklusive Personal beherbergte, evakuiert werden musste. Ebenso evakuiert wurde eine Pension mit 20 Gästen in der Nähe des Hotels.

Eine Lawine streifte ein Gebäude, glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden. Foto: Berufsfeuerwehr

Als Auffangzentrum steht das Vereinshaus von St. Valentin auf der Haide bereit. Es können bis zu 200 Personen untergebracht werden. Der Betreuungsdienst des Zivilschutzes wird die Evakuierten versorgen.

Hubschrauber unterwegs

Der Erkundungshubschrauber kehrte am Dienstagvormittag von seinem Flug zurück. An Bord war unter anderem ein Sachverständiger der Lawinenkommission. Er gab grünes Licht für die Evakuierung der rund 100 Personen.

Die Einsatzleitung sagte gegenüber STOL, dass die Evakuierung mit Hilfe zweier Transporthubschrauber des Heeres und einem Hubschrauber der Carabinieri durchgeführt wird. Pro Hubschrauber können sieben Personen transportiert werden.

Ein Hubschrauber der Finanzwache transportiert Einsatzpersonal und Gerätschaften. Die Rettungshubschrauber Pelikan 1 und Pelikan 2 sind vor Ort und in Bereitschaft für medizinische Notfälle.

Das Tal war am Dienstagfrüh ab St. Valentin auf der Heide abgeschnitten. Auch die Stromversorgung war teilweise unterbrochen, die Techniker arbeiten aber unter vollem Einsatz an dem Problem. 

Die ersten Personen werden evakuiert

Die ersten Personen sind gegen 11 Uhr am Dienstag gesund und munter nach St. Valentin geflogen worden. Die Evakuierung ist um 14 Uhr noch in vollem Gange.

Landeshauptmann Arno Kompatscher machte sich am Dienstagnachmittag gemeinsam mit Regierungskommissär Vito Cusumano mit dem Helikopter auf den Weg ins Langtauferer Tal, um einen Lokalaugenschein durchzuführen und sich mit den Einsatzkräften zu besprechen.

stol

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