Mittwoch, 24. Januar 2018

Langtaufers: Rettungskräfte in Hochform - VIDEO

Der gestrige Dienstag war ein außergewöhnlicher Tag. Nicht nur für die von der Außenwelt abgeschnittenen Personen in Langtaufers, sondern auch für die zahlreichen Rettungskräfte. Die Evakuierungsaktion hat dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte ein gutes Ende genommen.

Insgesamt standen 200 Rettungskräfte im Einsatz. - Foto: Landesverband Weißes Kreuz
Badge Local
Insgesamt standen 200 Rettungskräfte im Einsatz. - Foto: Landesverband Weißes Kreuz

Wie berichtet musste am gestrigen Dienstag eine großangelegte Evakuierungsaktion gestartet werden.

Im Langtauferer Tal war die Lawinengefahr sehr hoch, mehrere Lawinen sind dann schlussendlich auch zu Tal gedonnert. Die Situation wurde als gefährlich eingestuft und die Evakuierung der eingeschlossenen Personen angeordnet. 

167 Personen, die meisten davon Touristen, wurden im Laufe des Dienstag aus dem Tal ausgeflogen. 

Rettungsaktion verlief reibungslos

Dass niemand zu Schaden kam, ist vor allem auch unseren Rettungskräften zu verdanken. Viele hatten eine derartige Aktion bis dato nur bei Übungen durchgespielt. Doch am Dienstag wurde das Szenario Wirklichkeit.

Die Rettungsaktion verlief dank des ausgezeichneten Zusammenspiels aller Beteiligten, die offensichtlich für den Ernstfall sehr gut ausgebildet und vorbereitet waren, reibungslos.

200 Rettungskräfte im Einsatz

Im Einsatz standen 2 Hubschrauber des Militärs, einer der Carabinieri, einer der Finanzpolizei, der Rettungshubschrauber Pelikan 1, der die Örtlichkeit mit Medikamenten und Sauerstoff versorgte sowie ein Hubschrauber, der Erkundungstouren flog. 

Ebenso im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren von St. Valentin und Langtaufers, das Weißes Kreuz, die Notfallseelsorge und der Betreuungszug des Weißen Kreuzes. Letzterer war darauf vorbereitet, 200 Personen zu verköstigen, und hatte auch den Auftrag, eine Unterkunft zu organisieren. In der Turnhalle der Mittelschule wurde ein provisorisches Lager mit 200 Betten eingerichtet

Auch die Agentur für Bevölkerungsschutz, die Bergrettungen von Langtaufers und Reschen, die Berufsfeuerwehr, die Lawinenkommission, der Straßendienst und private Flugunternehmen, die Forstbehörde, Gemeindevertreter und die Ortspolizei waren für ein reibungsloses Gelingen der Evakuierung verantwortlich.

Insgesamt standen rund 200 Personen im Einsatz.

Lagezentrum auch am Mittwoch aktiv

Auch am heutigen Mittwoch ist das Lagezentrum der Berufsfeuerwehr in Bozen und die Zivilschutz-Gemeindeleitstelle in der Feuerwehrhalle Graun weiter aktiv. Weitere Informationen gibt es im Laufe des Mittwochvormittags.

stol/vs

stol