Neben dem Lawinenabgang in Melag kam es zu weiteren Lawinenabgängen im Tal. So auch in Pleif.Dort donnerte ein Schneebrett über ein Wohnhaus hinweg, die oberen Stockwerke des Gebäudes wurden dabei zerstört. Die Familie, die sich im Erdgeschoß aufhielt, blieb glücklicherweise verschont und unverletzt.StraßensituationGegen 9 Uhr wurde am Dienstag mit der Öffnung der Landesstraße Schnals begonnen, der Abschnitt zwischen Vernagt und Kurzras wurde aufgefräst, berichtet der geschäftsführende Direktor der Landesabteilung Straßendienst Philipp Sicher. Nach einem Erkundungsflug mit einem Hubschrauber um dieselbe Zeit wurde beschlossen, auch mit der Öffnung der Staatsstraße 40 auf den Reschen zu beginnen.Die Straße wurde um 11.55 Uhr für den Verkehr freigegeben.LawinensprengungenBeim Erkundungsflug wurde die Lage von oben begutachtet und überprüft, wie groß die Lawinengefahr ist und wie viele Lawinen bereits abgegangen sind. Einige Lawinen waren durch Sprengung ausgelöst worden.Die Straße ins Langtauferer Tal bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt. SchneesituationIm Nordwesten des Landes ist die Lawinengefahr in der Nacht auf heute auf die höchste Stufe 5 angestiegen. Laut Lawinenlagebericht sind zahlreiche große Lawinen aus Windschattenhängen zu erwarten. Wegen der großen Schneemengen können viele Lawinen als Staublawinen abgehen und den Talboden erreichen. Im Tagesverlauf geht die spontane Lawinenaktivität zurück, damit sinkt auch die Lawinengefahr. Am östlichen Alpenhauptkamm herrscht große Lawinengefahr der Stufe 4. Auch hier liegt sehr viel Neuschnee, spontane Lawinen können oft auch eine Gefahr für den Talboden darstellen. In den übrigen Landesteilen ist die Lawinengefahr meist auf Stufe 3 (erheblich).stol