Ein Ortspolizist auf 1000 Einwohner ist das Ziel des Gesetzesentwurfes von Ulli Mair, über den am 19. März im Gesetzgebungsausschuss des Landtags befunden wird. Allerdings stellte die SVP-Leitung fest, dass man zwar für eine Aufwertung der Ortspolizei und mehr Sicherheit sei. Allerdings könne man „nicht alle Gemeinden über einen Kamm scheren“, so Obmann Steger. Der Vinschgau sei bereits durch genug Kasernen abgedeckt. Lösungen sollen nun in einer Arbeitsgruppe mit Landeshauptmann, dem durchaus kritischen Sepp Noggler und Mair gefunden werden.<h3> „Ich nenne so etwas Torpedieren.“</h3>„Ich akzeptiere keine weiteren Verzögerungen und keine Arbeitsgruppen mehr“, ärgert sich Mair. Vor mittlerweile genau einem Jahr habe sie den Gesetzesentwurf zur Ortspolizei erstmals der Landesregierung vorgelegt, von einem Team ausgearbeitet, dem auch SVP-Bürgermeister angehörten. „Damals sagte der Landeshauptmann: Das ist es und davon gehen wir nicht mehr ab“, so Mair. Erst hieß es dann aber, warten auf die Gemeindewahl, dann warten auf den neuen Gemeinden-Chef, dann sei Kompatscher „der Erste gewesen, der vom Text abgewichen“ sei und man habe Kompromisse geschlossen, etwa bei der Größe der Korps. Inzwischen aber sei, die Gesetzgebungskommission drei Mal vertagt worden. „Ich nenne so etwas Torpedieren.“ <h3> Auch im Vinschgau wolle man Gesetz</h3>Inhaltlich hätten ihr mehrere Bürgermeister des Vinschgaus und Bezirkspräsidentin Gunsch geschrieben, dass es sich bei Kritik um „Alleingänge des Abgeordneten Noggler“ handle und auch der Vinschgau des Gesetz wolle. Letzteres bestätigt Roselinde Gunsch: „Wir sind die Einzigen, die bereits laut Gesetzesentwurf arbeiten. Alle Polizisten im Bezirk sind Mitarbeiter der Bezirksgemeinschaft und unter einem Kommando. Wir wollen das Gesetz, damit wir Zugriff auf die Finanzierungen des Landes erhalten.“ Der Vinschgau habe zwar viele Kasernen, diese seien aber mit immer weniger Sicherheitskräften des Staates bestückt, weshalb nicht alles abgedeckt sei. Ob es wirklich einen Ortspolizisten auf 1.000 Einwohner brauche, sei offen. „Wer nicht will, muss aber nicht mitmachen“, so Gunsch.