Montag, 07. September 2020

Latium: 21-Jähriger wollte Freund helfen und wurde zu Tode geprügelt

In Italien ist ein junger Mann, der offenbar während einer Auseinandersetzung einem Freund zu Hilfe kommen wollte, zu Tode geprügelt worden. Die Polizei nahm 4 Verdächtige in einer Bar fest, die „noch Blut an den Händen“ gehabt hätten, wie die Zeitung „Il Messaggero“ am Montag berichtete.

Willy Monteiro wurde zu Tode geprügelt.
Willy Monteiro wurde zu Tode geprügelt. - Foto: © ANSA / FACEBOOK
Der 21-jährige Willy Monteiro – kapverdischer Abstammung und als Kellner tätig – war demnach am Sonntag in der Kleinstadt Colleferro östlich von Rom mit mehreren Freunden unterwegs, als neben ihnen ein Auto hielt, aus dem 4 Männer heraussprangen und die Gruppe angriffen.

Die Freunde des Opfers konnten fliehen. Als sie später zurückkehrten, fanden sie den 21-Jährigen in einer Blutlache liegend. Die Polizei leitete Mordermittlungen ein. Ein rassistisches Motiv schließt sie derzeit aus.

Der Fall sorgte am Montag landesweit für Schlagzeilen. Italiens wichtigste Zeitungen druckten das Foto des Opfers auf ihren Titelseiten ab. Eine schrieb dazu, der junge Mann sei „für seinen Großmut“ getötet worden.

Bei den Tätern, die alle ins Gefängnis von Rebibbia gebracht wurden, handelt es sich laut Zeitungsberichten um 2 kampfsportbegeisterte Brüder und 2 Freunde im Alter zwischen 25 und 28 Jahren.

stol/apa