Ein Treffen mit den Ingenieuren der STA sei trotz Anfrage noch nicht zustande gekommen.<BR /><BR />Die Algunder Vizebürgermeisterin Alexandra Ganner wohnt selbst in Forst. „Ziemlich einige Mitbürger und Anrainer haben sich bei mir beklagt, dass der Zug seit der Erneuerung des Gleisbettes viel lauter sei. Und er ist leider viel lauter als vorher. Dabei leiden wir eh schon unter der Straße auf die Töll. Es ist schon verwunderlich, dass sich nach Sanierungsarbeiten der Lärmpegel verschlimmert und nicht – wie erhofft – verbessert hat“, sagt Ganner.<BR /><BR />Der Vinschger Zug fährt seit vergangenem Oktober auf dem neuen Gleisbett. „Seit das Schienenbett erneuert wurde, ist der Zug viel lauter“, sagt denn auch Magdalena Erlacher, Anrainerin und Hotelierin aus Forst/Algund. Im Winter habe man den verstärkten Lärm darauf geschoben, dass die Bäume ohne Blätter seien und deswegen der Zug lauter sei. Zudem halte man im Winter Fenster und Türen geschlossen. „Nun ist uns wirklich klar, dass der Zug eine echte Lärmbelästigung ist. Der Zug ist richtig laut. Früher war er eher ein Hintergrundgeräusch wie es ein Bach sein kann“, sagt Erlacher. <BR /><BR />Die Anrainer in Forst seien immer davon ausgegangen, dass ein E-Zug ähnlich wie ein E-Auto oder E-Bus geräuschärmer sein würde. „Daher haben wir uns bei den Bauarbeiten an der Zugstrecke, die auch sehr laut waren, keine Gedanken gemacht. Wir hätten uns nie und nimmer vorstellen können, dass statt einer qualitativen Verbesserung eine derartige qualitative Verschlechterung kommen könnte. Irgendetwas muss hier getan werden. Es braucht dringend Lärmschutzmaßnahmen. Aber nicht nur wir leiden, sondern auch die Nachbarschaft“, sagt sie. <BR /><BR />„Ich bin wirklich einer der Leidtragenden. Mein Hotel steht nahe der Bahnlinie, teilweise nur 10 Meter entfernt. Die Rollgeräusche sind trotz Lärmschutzwänden unerträglich“, sagt Walter Egger vom Hotel Glanzhof in Marling. Auch er habe wie die Nachbarschaft gehofft, dass mit der Elektrifizierung – abgesehen von den hohen Masten – alles besser werde. „Die Schmierstellen für die Laufräder funktionieren nicht. Der Zug rattert so sehr, dass das Haus zittert. Das ist kein Zustand“, sagt Egger. Er habe immer wieder versucht, über den Direktor des Tourismusvereins die Verantwortlichen der STA zu erreichen. „Aber bis jetzt hat sich nichts getan. Wir wurden immer nur vertröstet“, sagt Egger. Dabei habe das Ortsbild Marlings bereits wegen der zu hohen Masten schon gelitten.<BR /><BR />Für Josef Theiner, langjähriger Marlinger Vizebürgermeister, steht außer Zweifel, „dass der Zug viel lärmender geworden ist, nicht nur für die Anrainer, sondern viel weitläufiger. Zumal der Zug in Marling eine Schleife macht, hören wir den Lärm gleich 2-mal“. Dabei seien 5, 6 Hotels mit rund 500 Gästen betroffen. „Uns wurde vor Inbetriebnahme der Vinschger Bahn immer versichert, dass ein moderner Zug mit modernem Rollmaterial viel geräuschärmer sein werde. Aber auf der Strecke Algund-Töll rattert es gewaltig. Die halbe Gegend ist davon betroffen, sogar Wanderer auf dem Marlinger Waalweg können das Rattern hören. Leider kommt von der STA wenig Resonanz. Ein Treffen hat noch nicht stattgefunden“, sagt Josef Theiner.