Samstag, 02. Mai 2015

Lawine im Martelltal - Mann aus dem Trentino tot

Am späten Samstagvormittag hat eine Lawine im Martelltal ein Todesopfer gefordert. Sieben weitere Personen wurden verletzt.

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Eine 13-köpfige Skitourengruppe des SAT Trient war auf dem Weg von Sulden in Richtung Cevedale-Gebiet, als es zu dem Unglück kam: Bei der Abfahrt von der Janiger Scharte löste sich gegen 11 Uhr ein 70 Meter breites und 200 Meter langes Schneebrett.

Zum Zeitpunkt der Lawine herrschte im ganzen Land Lawinengefahr der Stufe 2 - mäßig.

Wie die Bergrettung Martell in einer Aussendung schreibt, waren die Tourengeher, die sich auf 3000 Meter in der Nähe der Suldenspitze im Cevedale-Gebiet aufhielten, sehr gut ausgerüstet. 

"Kameradenrettung vor Ort vorbildlich"

Zunächst war unklar, wie viele Personen verschüttet worden waren. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatten die nicht verschütteten Gruppenmitglieder gemeinsam mit anderen Gruppen, unter anderem aus Deutschland und Österreich, bereits drei vollverschüttete Personen ausgegraben.

"Die Organisation der Kameradenrettung vor Ort war vorbildlich", schreibt die Bergrettung Martell.

Eine Person musste reanimiert werden, verstarb jedoch noch an der Unfallstelle: Es handelt sich dabei um einen 44-jährigen Mann aus dem Trentino.

Sechs weitere Tourengeher wurden leicht verletzt, eine Person musste mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus von Schlanders eingeliefert werden.

Gesamter Lawinenkegel abgesucht

Um sicherzustellen, alle Tourengeher geborgen zu haben, suchten die Rettungskräfte mit mehreren Suchhunden, Recco- und Verschüttetensuchgeräten den gesamten Lawinenkegel ab.

Die Landesnotrufzentrale übernahm die Alarmierung der Einsatztruppen: Die Bergrettungen Martell, Latsch, Schlanders und Sulden rückten mit 50 bis 60 Mann aus, die Freiwilligen Feuerwehren von Martell und Morter hielten sich bereit.

Ebenso im Einsatz waren die Hundestaffeln Vinschgau und Meran, die Bergrettung der Finanzwache samt Helikopter, die Carabinieri, die Notfallseelsorge sowie die Rettungshubschrauber Pelikan 1 und 2.

Um 14.30 Uhr konnte die Suche abgebrochen werden, als klar wurde, dass es keine weiteren Verschütteten mehr gab.

liz

stol