Donnerstag, 28. April 2016

Lawine im Martelltal: Verschütteter überlebt Unglück nicht

Eine Spontanlawine hat am Donnerstagmorgen drei Skitourengeher im Martelltal überrascht. Während zwei Sportler unversehrt davonkamen, wurde der dritte von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet. Innerhalb knapp einer Viertelstunde konnten die Kollegen den Mann bergen. Doch der Südtiroler überlebte das Unglück nicht.

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Die drei Skitourengeher waren am Morgen im hinteren Martelltal zur Tour gestartet. Ersten Angaben zufolge hatten die drei die Lyfi-Spitze (3352 Meter) zum Ziel.

Auf einer Höhe von rund 3000 Metern kam es gegen 9.20 Uhr dann zum Unglück: Rund 40 Meter unterhalb des Gipfels löste sich, ersten Angaben zufolge spontan, eine Lawine. Sie war 500 Meter lang und 200 Meter breit. Die Schneemassen überraschten die drei Wintersportler. Zwei entkamen der Lawine, der dritte Skitourengeher wurde mitgerissen und verschüttet. Umgehend begannen die beiden Kollegen mit der Kameradenrettung.

Kollegen bergen Kameraden: Bewusstlos

Der Rettungshubschrauber Pelikan 1, die Bergrettung Martell und die Freiwillige Feuerwehr von Martell rückten zum Einsatz aus. Das Rettungsteam des Pelikan 1 flog direkt mit dem Notarzt zur Unglücksstelle.

Als die Einsatzkräfte dort ankamen, hatten die beiden Skitourengeher ihren Kameraden bereits gefunden und aus den Schneemassen befreit. Innerhalb knapp einer Viertelstunden hatten die beiden den Kollegen bergen können. Der Mann war 1,5 Meter tief verschüttet worden. Er hatte das Bewusstsein verloren.

Ins Spital geflogen

Bei Eintreffen der Rettungskräfte hatten die Kollegen schon mit einer Herzdruckmassage begonnen, die Atemwege des Verschütteten waren frei. Die Retter des Pelikans übernahmen die Versorgung des Patienten. Unter Reanimation wurde der Mann ins Bozner Spital geflogen. Doch: Der Südtiroler erlag seinen schweren Verletzungen. 

Im Einsatz standen zudem die Carabinieri und die Notfallseelsorge.

stol

stol