Dienstag, 15. September 2015

Lawine in Ecrins: Vier Deutsche und drei Tschechen tot

Eine Lawine in den französischen Alpen hat sieben Menschen in den Tod gerissen. Mittlerweile sind die Nationalitäten der Verunglückten geklärt: Bei den Opfern handelt es sich um vier Deutsche und drei Alpinisten aus Tschechien.

Das Ecrins-Massiv in den französischen Alpen.
Das Ecrins-Massiv in den französischen Alpen. - Foto: © APA/EPA

Am Mittag hatten die Schneemassen die Gruppe am Ecrins-Massiv südöstlich von Grenoble in den Tod gerissen. Die Suche nach zunächst befürchteten weiteren Opfern stellten die Rettungskräfte ein.

Die Bergwacht hatte die Lawine gegen Mittag nahe des gut 4.000 Meter hohen Gipfels Dome de neige des Ecrins entdeckt. Das Unglück ereignete sich bei Pelvoux in dem Bergmassiv südöstlich von Grenoble.

Die Rettungskräfte setzten laut Präfekt Pierre Besnard sofort zwei Hubschrauber ein, ein dritter kam später hinzu. Neben Gendarmen machten sich auch Hundeführer und Ärzte auf den Weg zum Unglücksort.

Die Präfektur sprach von drei Seilschaften mit jeweils zwei oder drei untereinander gesicherten Alpinisten, die in dem beliebten Gebiet unterwegs waren. Die Gruppe war gegen Mittag bei gutem – allerdings winterlichem – Wetter von der Lawine überrascht worden.

250 Meter lange Lawine ausgelöst

Als Ursache wurden Verwehungen nach ergiebigen Schneefällen am vergangenen Wochenende vermutet. Ein etwa ein Meter hohes Schneebrett löste demnach die rund 250 Meter lange Lawine aus. 

Im selben Gebirgsmassiv starb im April ein Südtiroler

Im Ecrins-Massiv hatte es bereits im April eine schweres Lawinenunglück gegeben, bei dem drei junge Alpinisten starben, die Teil einer elfköpfigen Gruppe des Österreichischen Alpenvereins waren. Einer der Toten war der 24-jährige Pusterer Martin Pallua.

Das Unglück hatte zur vorübergehenden Festnahme des Bergführers geführt, der aber später bei der Gerichtsverhandlung freigesprochen wurde.

dpa/stol

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