Donnerstag, 30. Juli 2015

Lawine in Frankreich: Verfahren gegen Bergführer eingestellt

Nach dem Lawinenunglück im französischen Ecrins-Massiv im April hat die französische Staatsanwaltschaft die Strafverfahren gegen die aus österreichischen Bergführer eingestellt. Bei dem Unglück kamen drei Personen ums Leben, darunter der 24-jährige Südtiroler Martin Pallua.

Das Ecrins-Massiv, in dem Martin Pallua (kleines Foto) seinen Tod fand.
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Das Ecrins-Massiv, in dem Martin Pallua (kleines Foto) seinen Tod fand. - Foto: © APA/EPA

Die beiden weiteren Verstorbenen waren Österreicher, einer stammte aus Wien, der andere aus Salzburg. 

Wie der Alpenverein (ÖAV) in einer Aussendung am Donnerstag berichtet, könne den Bergführern „kein fahrlässiges Verhalten“ angelastet werden. Die elfköpfige Gruppe war von einem 80 Meter breiten und 250 Meter langen Schneebrett in die Tiefe gerissen worden, nachdem die Alpinisten eine Scharte bewältigt hatten.

Die Tour in Frankreich war vom ÖAV organisiert worden. In dem Gebiet hatte zum Unglückszeitpunkt die Lawinenwarnstufe „3“ geherrscht.

Positiv entwickle sich der Gesundheitszustand jenes jungen Tirolers, der bei dem Lawinenunglück in der Dauphine schwere Verletzungen erlitten hatte. Die Rehabilitation verlaufe laut ÖAV erfolgreich, er sei auf dem besten Weg in einen geregelten Alltag.

stol/apa

stol