Freitag, 04. März 2016

Lawine in Nordtirol: Verschütteter nach 50 Minuten lebend geborgen

Bei dem Lawinenabgang in Obergurgl im Tiroler Ötztal ist am Freitagvormittag ein 48-jähriger Einheimischer verschüttet worden. Der Mann wurde schließlich nach 50 Minuten aus einem Meter Tiefe lebend geborgen, sagte die Polizei der APA und bestätigte einen Bericht von ORF Tirol. Der Skifahrer war ansprechbar, klagte aber über Schmerzen, hieß es.

An der Suchaktion nahm auch ein Polizeihubschrauber teil.
An der Suchaktion nahm auch ein Polizeihubschrauber teil. - Foto: © APA

Der 48-Jährige, der als Begleitperson bei einem Schulausflug fungierte, wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zams geflogen. Laut dem Bericht geht es ihm den Umständen entsprechend gut.

Der Mann hatte das Schneebrett laut Polizei selbst ausgelöst. Er hatte offenbar die gesicherte Piste verlassen und war über einen steilen, felsdurchsetzten Hang abgefahren.

Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs fand in Obergurgl auch ein Kurs der Lawinenkommissionen statt. Kursleiter Harald Riedl sagte dem ORF, dass man den Verschütteten mit einem Lawinen-Verschüttetensuchgerät (LVS) nicht habe orten können. Gemeinsam mit Skilehrern und Bergrettern habe man dann den Hang sondiert und so den Mann finden und ausgraben können.

Im Einsatz standen nach Angaben der Exekutive zudem Bergrettung, Pistenrettung, Lawinensuchhunde sowie der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie ein Rettungshubschrauber.

apa

stol