Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zu mehreren Rettungseinsätzen.<BR /><BR />Allein in den ersten sieben Tagen des Februars 2026 wurden in den Bergen zwölf Todesopfer gezählt, davon elf durch Lawinen. Der alpine Rettungskorps sprach von einer „dramatischen“ Situation aufgrund anhaltend schwacher Altschneeschichten, die von Neuschnee überlagert wurden.<h3> Mehrere Unglücke im Februar</h3>Zu den schwersten Unglücken gehörte eine erste Serie mit fünf Todesopfern in der Valtellina-Gegend, im Trentino und im Aostatal im Februar ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/lawine-in-veltlin-toetet-zwei-personen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet)</a>. Weitere Tragödien folgten, darunter der Tod von drei französischen Skitourengehern, die in den Canali dei Vesses oberhalb von Courmayeur im norditalienischen Aostatal von einer Lawine erfasst wurden und ums Leben kamen ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mehrere-todesopfer-in-italien-und-nordtirol-durch-lawinen-warnstufe-hoch" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr dazu lesen Sie hier</a>). Mitte Februar starben in der Val Veny im Grenzgebiet zu Frankreich weitere sechs Menschen.<h3> Rund 50 Prozent der Todesfälle ereigneten sich bei Gefahrenstufe „erheblich“</h3>Starke Schneefälle, gefolgt von Wind und steigenden Temperaturen, führen zu einer fragilen Schneedecke. Besonders in den Dolomiten galt zuletzt häufig die Gefahrenstufe 3 von 5 („erheblich“). Rund 50 Prozent der Todesfälle ereigneten sich bei Gefahrenstufe „erheblich“, die häufig unterschätzt werde. Spontane Lawinenabgänge oder Auslösungen durch einzelne Skifahrer waren häufig.<h3> Experten betonten, dass selbst erfahrene Bergsportler nicht vor Risiken gefeit seien</h3>Experten betonten, dass selbst erfahrene Bergsportler nicht vor Risiken gefeit seien. Risse im Schnee oder dumpfe Geräusche gelten als deutliche Warnsignale. Die Behörden raten dringend dazu, täglich die Lawinenlageberichte zu konsultieren und vollständige Sicherheitsausrüstung wie Lawinenschutzausrüstung (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde mitzuführen. Zudem solle erwogen werden, Ausflüge zu verschieben, bis sich die Schneedecke auf natürliche Weise stabilisiert habe. Selbst für erfahrene Skifahrer sei es abseits der Pisten schwierig, sichere Routen zu erkennen.<h3> Wie läuft die Suche nach Verschütteten ab?</h3>Geht der Notruf „Verschüttete!“ ein, beginnt für die Bergretter ein Wettlauf gegen die Zeit. Wie aber läuft ein solcher Einsatz genau ab? Welche Technik kommt zum Einsatz – und wo liegen die Unterschiede zwischen Lawinenpiepser (LVS), RECCO und Handyortung? Und welche Verletzungsmuster sind für Lawinenopfer besonders typisch – und fatal?<BR /><BR />Bergretter und Sprecher der Bergrettung Sulden Christian Knoll hat uns in einem ausführlichen Interview erklärt, worauf es im Ernstfall ankommt – und warum entsprechende Vorbereitung über Leben und Tod entscheiden kann. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/suche-nach-lawinenverschuetteten-zuerst-mal-ordnung-ins-chaos-bringen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier mehr dazu.</a>