Freitag, 26. Januar 2018

Lawinen in Langtaufers: „Langtaufererhof unbeschädigt“

Am Dienstag gingen im Langtauferertal unzählige Lawinen ab. Ein Haus wurde von den Schneemassen vollständig zerstört, ansonsten kamen die Bewohner und Touristen zum größten Teil mit dem Schrecken davon. Das Hotel „Langtaufererhof“ blieb entgegen ersten Meldungen unbeschädigt.

Der Langtaufererhof blieb von den Lawinen verschont. - Foto: Homepage/Hotel
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Der Langtaufererhof blieb von den Lawinen verschont. - Foto: Homepage/Hotel

Wie berichtet, mussten am Dienstag 167 Personen per Helikopter aus dem Langtauferertal evakuiert werden, nachdem zahlreiche Lawinen abgegangen waren.

Während das Haus der Familie Eller in Plaif vollständig zerstört wurde (STOL hat berichtet - Spendenkonto), blieben die sonstigen Schäden an Gebäuden überschaubar.

Eine erste Meldung am Dienstagmorgen, dass der „Langtaufererhof“ von einer Lawine verschüttet worden war, stellte sich wenig später als falsch heraus. Die Juniorchefin des Hotels berichtete im Interview auf STOL, dass es allen gut gehe.

Am Freitag verschaffte sich auch der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) des Gebietes Vinschgau einen Überblick über die Lage im Langtauferertal. Dabei wurde einmal mehr betont, dass das Hotel „Langtaufererhof“ der Wirtefamilie Thöni von keiner Lawine betroffen und somit nicht beschädigt worden ist. 

„Gäste waren zu keiner Zeit in Gefahr“

Die als Sicherheitsmaßnahme vom Zivilschutz angeordnete Evakuierung des Hotel Langtaufererhofs sei vorbildlich über die Bühne gegangen. „Die Gäste des Hotels waren zu keiner Zeit in Gefahr, da bereits frühzeitig alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden waren“, schreiben die Betreiber des Hotels in einer Aussendung. 

„Wir hatten bereits am Montag in Absprache mit dem Bürgermeister beschlossen, alle unsere Gäste im neuen, noch sichereren Gebäudeteil unterzubringen. Es bestand kein Grund zur Beunruhigung und dies haben wir unseren Gästen auch vermittelt“, erklärt Sepp Thöni.

„Den Gästen, die ausgeflogen werden wollten, haben wir dies natürlich angeboten und ermöglicht. Von den 61 Hotelgästen hätten sich nur 4 Personen für eine Evakuierung entschieden. Sie fühlten sich sicher. Trotzdem lief die Evakuierung einwandfrei ab: Die Gäste wurden in Gruppen von sieben Personen eingeteilt, anschließend mit dem Helikopter aus dem Tal ausgeflogen und in St. Valentin untergebracht.“

Mittlerweile laufe der Hotelbetrieb wieder normal, so Thöni.

stol

stol