„An der Lawinensituation wird sich am Samstag und Sonntag nicht viel ändern – sie bleibt kritisch“, meint <b>Lukas Rastner</b> vom Lawinenwarndienst. Überhaupt sei es für Skitourengeher heuer ein sehr ungünstiger Winter. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1279569_image" /></div> <BR /><BR />„Wir haben viele Rückmeldungen bekommen über ausgelöste Lawinen, spontane Lawinen, fernausgelöste Lawinen und große Lawinen“, berichtet Rastner. Aufgrund des Schneedecken-Problems müsse man sehr defensiv unterwegs sein: „Es sind sehr große Lawinen möglich – und wenn die Sonne herauskommt, auch spontane Lawinen“, meint derLawinen-Experte. Oberhalb der Waldgrenze bleibe die Situation auch in den nächsten Tagen kritisch. Wer sich trotzdem auf die Berge begebe, sollte immer mit Sicherheitsausrüstung unterwegs sein – mit Piepser, Schaufel und Sonde. <BR /><BR />Rastner weist auf das derzeitige „markante Altschneeproblem“ hin – dieses sei von außen nicht zu erkennen: In der Schneedecke befinden sich Schwachschichten. Anfang des Winters sei sehr lange Zeit kein Schnee gefallen. „Der Schnee, der bereits lag, hat sich dann unungünstig aufgebaut und ist grießig geworden wie ein grobes Salz. Dies bildet jetzt das Schneedeckenfundament. Auf diesem Fundament hat sich der Neuschnee der vergangenen Tage und Wochen abgelagert. Wenn man dort hineingräbt, dann rinnt der Schnee darunter förmlich heraus. Dieses Fundament ist sehr schlecht. Deshalb lautet die Empfehlung: Große Zurückhaltung“, sagt Rastner. Das Altschneeproblem werde nicht in ein paar Tagen vorbei sein – sondern könne sich bis zum Ende des Winters halten.<BR /><BR />Aufgrund des starken Windes bestehe derzeit auch ein Triebschneeproblem. Nur ein geschultes Auge erkenne Triebschneepakete und in diesem Fall könne man solche Pakete umgehen und somit sicherer unterwegs sein. <BR /><BR />Derzeit seien nicht viele Gipfel erreichbar wegen der kritischen Lawinensituation. In den nächsten Tagen muss man auf viele Hänge verzichten, sagt Rastner. Von steilen Hängen sollte man weit Abstand halten.<h3> Heute sollen bis zu 30 Zentimeter Schnee fallen </h3>Landesmeteorologe Dieter Peterlin erwartet für heute „die nächste Front im Norden“: Am Alpenhauptkamm sollen voraussichtlich zehn bis 20 Zentimeter Schnee fallen, stellenweise sogar 30 Zentimeter. Je weiter in Richtung Süden, desto weniger Niederschlag werde es geben – und ganz im Süden bleibe es trocken. Für den morgigen Sonntag erwartet der Landesmeteorologe hingegen keinen Schnee mehr.