Samstag, 23. März 2019

Lawinenabgang auf der Rax forderte ein Todesopfer

Auf der Rax ist am Samstagnachmittag unterhalb des Ottohauses eine Lawine abgegangen, dabei wurden auch Menschen erfasst. Bisher wurde eine Person tot gefunden, eine weitere schwer verletzt, bestätigte Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich der APA einen Bericht des ORF Niederösterreich.

Zwei Personen wurde von der Lawine erfasst - eine davon kam dabei ums Leben.
Zwei Personen wurde von der Lawine erfasst - eine davon kam dabei ums Leben. - Foto: © shutterstock

Das Unglück habe sich gegen 13.00 Uhr ereignet. Kräfte der Alpinpolizei und der Bergrettung Reichenau sowie Rettungshubschrauber waren im Einsatz. „Es wird noch immer gesucht”, sagte Baumschlager.

Die Lawine habe sich unterhalb des Ottohauses im Bereich des Törlgrabens in etwa 1.600 Metern Seehöhe gelöst. Die Nassschneelawine sei sehr weit - bis in eine Höhe von etwa 800 Metern - abgegangen, schilderte Sabine Buchebner-Ferstl von der Bergrettung Reichenau der APA. Zwei Personen, die zu einer etwa zehnköpfigen Gruppe gehörten, wurden von der Lawine erfasst.

Die Gruppe sei gerade am Törlweg unterwegs gewesen. Die beiden Personen, die von der Lawine erfasst wurden, hätten sich unglücklicherweise gerade an einer Stelle befunden, wo der Törlweg in den Graben hineinreicht.

Die schwerverletzte Person wurde ins Krankenhaus geflogen. Mit Lawinensuchgeräten, Hubschraubern und Lawinenhunden wurde nach eventuell weiteren Verschütteten gesucht. Ein Hubschrauber überflog das Gelände mit einer Sonde.

Gegen 17.00 Uhr sollte der Einsatz abgebrochen werden. Es sei niemand mehr gefunden worden und es werde auch niemand vermisst, sagte Buchebner-Ferstl. Zudem wäre es zu gefährlich und auch nicht sinnvoll, eine Sondiermannschaft loszuschicken: „Es könnte sein, dass noch etwas nachrutscht.”

Beide Opfer seien zum Teil und nicht vollständig von der Lawine verschüttet gewesen. „Eine Nassschneelawine reißt alles mit, auch Gestein”, erläuterte Buchebner-Ferstl. Eine solche Lawine sei sehr dicht, ein Sondieren sei praktisch nicht möglich: „Das ist fast wie Beton, wenn man dort graben müsste.”

apa

stol