Donnerstag, 09. Dezember 2021

„Auch spontane Lawinen sind möglich“

Oberhalb der Waldgrenze sei die Lawinensituation kritisch, teils sehr kritisch, sagt Lukas Rastner vom Lawinenwarndienst des Landes im STOL-Interview. Auch abseits gesicherter Pisten sei die Lawinensituation gefährlich. Triebschnee und schwacher Altschnee seien die Hauptgefahr.

„Es können auch spontane Lawinen losgehen.“
Badge Local
„Es können auch spontane Lawinen losgehen.“ - Foto: © shutterstock
STOL: Herr Rastner, oberhalb der Waldgrenze wurde die Gefahrenstufe 4 ausgerufen, also große Lawinengefahr. Was macht die Situation derzeit so kritisch?
Lukas Rastner: Es ist die Kombination von einem ungünstigen Altschneedecken-Aufbau mit dem Neuschnee. Zudem gab es zuerst Südwind und jetzt Nordwind. Das alles führt zu einer kritischen Lawinensituation für Skitourengeher – vor allem in Steilhängen ab 30 Grad.

STOL: In diesen Hängen sind also auch spontane Lawinenabgänge möglich?
Rastner: Ja, es sind spontane Lawinen möglich, vor allem solche mittlere Größe und vor allem an Triebschneehängen in den Gebieten mit viel Wind. Zudem sind Gleitschneelawinen zu erwarten, besonders an steilen Grashängen unterhalb von rund 2200 Metern. Man kann davon ausgehen, dass Lawinen an vielen Stellen schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden können.





STOL: Also ist es auch für geübte Tourengeher gefährlich momentan?
Rastner: Ja, da die Gefahrenstellen kaum zu erkennen sind. Ein bekannter Spruch lautet: Wenn der Schneedecken-Aufbau das Problem ist, dann ist das Gelände die Lösung.

STOL: Das bedeutet?
Rastner: Wenn ich weiß, dass die Lawinensituation kritisch ist, dann kann ich meine Tour so planen, dass ich das lawinenkritische Gelände umgehe. Das ist aber bei schlechter Sicht, wie wir sie aktuell haben, kaum möglich. Aber auch neben den hochgelegenen Skipisten ist die Situation derzeit kritisch.

STOL: Wird sich die Situation in den kommenden Tagen bessern?
Rastner: Ich gehe davon aus, dass die Lawinenwarnstufe in den kommenden Tagen auf 3 heruntergesetzt wird, aber nichtsdestotrotz bleibt die Lawinengefahr für Skitourengeher und Variantenfahrer groß.
„Auch spontane Lawinen sind möglich“ Oberhalb der Waldgrenze sei die Lawinensituation kritisch, teils sehr kritisch, sagt Lukas Rastner vom Lawinenwarndienst des Landes im STOL-Interview. Auch abseits gesicherter Pisten sei die Lawinensituation gefährlich. Triebschnee und schwacher Altschnee seien die Hauptgefahr. STOL: Herr Rastner, Oberhalb der Waldgrenze wurde die Gefahrenstufe 4 ausgerufen, also große Lawinengefahr. Was macht die Situation derzeit so kritisch?
Lukas Rastner: Es ist die Kombination von einem ungünstigen Altschneedecken-Aufbau mit dem Neuschnee. Zudem gab es zuerst Südwind und jetzt Nordwind. Das alles führt zu einer kritischen Lawinensituation für Skitourengeher – vor allem in Steilhängen ab 30 Grad.

STOL: In diesen Hängen sind also auch spontane Lawinenabgänge möglich?
Rastner: Ja, es sind spontane Lawinen möglich, vor allem solche mittlere Größe und vor allem an Triebschneehängen in den Gebieten mit viel Wind. Zudem sind Gleitschneelawinen zu erwarten, besonders an steilen Grashängen unterhalb von rund 2200 Metern. Man kann davon ausgehen, dass Lawinen an vielen Stellen schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden können.




STOL: Also ist es auch für geübte Tourengeher gefährlich momentan?
Rastner: Ja, da die Gefahrenstellen kaum zu erkennen sind. Ein bekannter Spruch lautet: Wenn der Schneedecken-Aufbau das Problem ist, dann ist das Gelände die Lösung.

STOL: Das bedeutet?
Rastner: Wenn ich weiß, dass die Lawinensituation kritisch ist, dann kann ich meine Tour so planen, dass ich das lawinenkritische Gelände umgehe. Das ist aber bei schlechter Sicht, wie wir sie aktuell haben, kaum möglich. Aber auch neben den hochgelegenen Skipisten ist die Situation derzeit kritisch.

STOL: Wird sich die Situation in den kommenden Tagen bessern?
Rastner: Ich gehe davon aus, dass die Lawinenwarnstufe in den kommenden Tagen auf 3 heruntergesetzt wird, aber nichtsdestotrotz bleibt die Lawinengefahr für Skitourengeher und Variantenfahrer groß.

sor