Sonntag, 07. Januar 2018

Lawinenlage am Montag: Selbstauslösungen möglich

Seit Tagen schon herrscht in Südtirol erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. Der Montag bildet da keine Ausnahme.

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Foto: © shutterstock

Am Montag kehren vermutlich auch die letzten aus ihrem Weihnachtsurlaub in die Arbeitswelt zurück. Begeisterte Tourengeher müssen darüber nicht traurig sein: Die derzeitige Lage auf Südtirols Bergen macht eine sichere Tour unmöglich.

Erhebliche Lawinengefahr im ganzen Land

Für Montag hat der Lawinenwarndienst erneut Stufe 3, erheblich ausgerufen, mit Ausnahme des südlichen Landesteiles. Doch auch dort steigt im Tagesverlauf die Gefahr an.

„Schon in der Nacht auf Montag kann es in den Südstaulagen leicht schneien, tagsüber ist gebietsweise mit etwas Neuschnee zu rechnen. Die größten Mengen sind mit maximal 20 Zentimetern in den typischen Südstaulagen zu erwarten“, berichtet der Lawinenwarndienst.

Die Schneefallgrenze steigt tagsüber auf über 1500 Meter an. Dazu weht teils starker Südwind. „Diese Kombination führt zur Bildung frischen Triebschnees. Unterhalb der Schneefallgrenze führt der Regen zu einer Schwächung der Schneedecke“, heißt es weiter.

Schlechte Voraussetzungen für Touren

Die Hauptgefahr geht folglich vom frischen Triebschnee in Kammnähe aus, er ist schon durch geringe Zusatzbelastung auslösbar. „Umfang und Auslösebereitschaft der Triebschneepakete nehmen mit der Höhe zu. Auch einzelne Selbstauslösungen von Lawinen sind zum Abend hin möglich. In tiefen Lagen sind durch den Regen Nass- und Gleitschneelawinen möglich. Ausgelöste Lawinen können aufgrund der Schneemengen und der vielfach schwachen Basis gefährlich groß werden“, warnen die Experten.

Die Tourenmöglichkeiten sind also sehr eingeschränkt, schlechte Sicht erschwert das Erkennen der Gefahrenstellen. In der Nacht auf Dienstag breitet sich der Schneefall zudem auf das ganze Land aus und wird stärker.

stol

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