Freitag, 22. Dezember 2017

Lawinensituation: Heikel

Am morgigen Samstag reicht die Lawinengefahr von erheblich im Norden und Westen bis mäßig im Süden, berichtet der Landeswetterdienst.

Die Lawinensituation ist am morgigen Samstag in Südtirol als heikel zu bezeichnen.
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Die Lawinensituation ist am morgigen Samstag in Südtirol als heikel zu bezeichnen. - Foto: © D

Die Lawinengefahr ist im Norden und im Westen bis hin zur Ortlergruppe (ausgenommen vom Martelltal und Ultental) erheblich, also Stufe 3.

Die Hauptgefahr geht vom frischen Triebschnee aus, der schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden kann, aber auch von Lawinen die in der Schneedeckenbasis ausgelöst werden können. Lawinen können auf ihrer Sturzbahn mittlere oder große Dimensionen erreichen.

Im Süden des Landes herrscht mäßige Lawinengefahr, also Stufe 2. Hier sind die Triebschneeansammlungen kleiner und befinden sich hauptsächlich Kamm-nah oder an Geländekanten. Gefährlich sind die Übergänge von wenig zu viel Schnee; diese sind meist leicht zu erkennen aber nur schwer zu umgehen.

Im ganzen Land wird oberhalb der Waldgrenze eine vorsichtige Routenwahl mit angepasstem Verhalten empfohlen. Zuverlässigkeit der Prognose: 90 Prozent

Schneedeckenbasis im ganzen Land schwach

Das Wetter bessert sich. Besonders entlang des Alpenhauptkamms, wo es in den letzten Tagen leichten Schneefall gegeben hat, können die neuen Triebschneepakete leicht ausgelöst werden. Vereinzelt können sie durch die anhaltenden Schneeverfrachtungen auch spontan abgehen.

Die Schneedecke ist sehr unregelmäßig, zum einen ist sie vom Wind beeinflusst, zum anderen an der Oberfläche auch von den milden Temperaturen der vergangenen Tage (Sonnenhänge). Leider ist die Schneedeckenbasis im ganzen Land schwach, hauptsächlich im nordexponierten Gelände, aber Achtung, lokal auch in südexponierten Hängen.

In den letzten Tagen sind keine Setzungsgeräusche oder andere Alarmzeichen gemeldet worden, das Problem der tiefen Schwachschichten bleibt aber bestehen und ist als sehr gefährlich anzusehen. Schneeprofile und Stabilitätstests bestätigen den ungünstigen Schichtaufbau.

stol

stol