Freitag, 13. April 2018

Lawinensituation nicht unterschätzen

Die Lawinensituation ist am Wochenende nicht zu unterschätzen, es herrscht erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. Hochalpin gilt es vor allem den sehr störungsanfälligen Trieb- und Neuschnee im kammnahen Steilgelände und allgemein an Geländekanten zu beachten.

Die Lawinengefahr ist im ganzen Land erheblich. Vorsicht ist geboten.
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Die Lawinengefahr ist im ganzen Land erheblich. Vorsicht ist geboten. - Foto: © shutterstock

Tagsüber muss man den Wärme- und Schmelzwassereintrag in die Schneedecke bedenken, die Nullgradgrenze steigt gegen 3000 m an. Damit verliert sie an Stabilität und die Lawinenauslösebereitschaft steigt an.

Mit direkter Sonnenstrahlung steigt die Gefahr vor allem im sonnenexponierten Gelände, mit diffuser Strahlung auch im schattigen Gelände. Dabei sind sowohl feuchte Lockerschneelawinen als auch Schneebrettlawinen möglich, die vereinzelt auch groß werden können. Auch Gleitschneelawinen gilt es weiterhin zu bedenken. Touren erfordern großen lawinenkundiges Beurteilungsvermögen, eine defensive Routenwahl wird empfohlen.

Die Zuverlässigkeit der Prognose ist hoch.

Allgemeine Situation

Mit dem vergangenen Niederschlagsereignis hat es im Ulten- und Passeiertal zum Teil um die 50 cm Neuschnee gegeben, sonst verbreitet zw. 20 und 40 cm, am wenigsten Schnee ist Richtung Reschen gefallen. Oberhalb von etwa 2000 m ist der Niederschlag meist als Schnee gefallen. Der Schneefall war von starkem Südwind begleitet, der in der Höhe den Schnee umfangreich verfrachtet hat.

Die Altschneedecke ist in mittleren und hohen Lagen schon verbreitet bis zum Boden feucht oder nass und isotherm. Zwischen Krusten sind zum Teil kantige Kristalle eingelagert, die als Schwachschicht in Fragen kommen können.

stol

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