Die 26-jährige aus Vobarno im Val Sabbia wurde am Samstag gegen 11.40 Uhr unterhalb der Rudererspitze im Ridnauntal von einer Lawine erfasst. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/lawine-in-ridnaun-zwei-tote-mehrere-verletzte" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier lesen Sie mehr zur Tragödie)</a><BR /><BR />In äußerst kritischem Zustand wurde sie in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen, wo sie in der Nacht auf Sonntag an ihren schweren Verletzungen starb. Die Schneemassen trafen sie vor den Augen ihres Mannes Stefano Freddi, der unverletzt blieb. Ihre Eltern eilten – laut „Il Corriere“ – umgehend nach Innsbruck und konnten sich auf der Intensivstation noch von ihr verabschieden. Das Paar hatte zuletzt in Promo di Vobarno gelebt; Freddi arbeitet in einer Werkstatt und stammt aus Casto.<BR /><BR />Laura Santino galt als lebensfroh, zugewandt und engagiert. Besonders am Herzen lagen ihr Tiere ebenso wie Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Fast zehn Jahre lang spielte sie gemeinsam mit ihrer fünf Jahre älteren Schwester Volleyball bei der Polisportiva Vobarno. „Wir sind erschüttert“, sagt Präsidentin Caterina Magri. „Sie waren bei uns vom Minivolley bis in die Serie C. 2017 haben wir beide in die nationale Liga B2 aufgenommen – sie hatten es verdient.“ Mit 18 Jahren beendete Santino ihre sportliche Laufbahn.<h3> „Ciao Laura, ciao Santi“</h3>Der Sportverein erinnerte in den sozialen Medien mit Worten tiefen Schmerzes an sie: „Es gibt keine Worte, um diese traurige Nachricht zu beschreiben. Wir sind alle noch geschockt und fassungslos, die gesamte P.F.V. steht der Familie in dieser schweren Zeit bei. Ciao Laura, ciao „Santi„ – wir möchten dich mit deinem gewohnten Lächeln in Erinnerung behalten, so wie damals, als du für unser Team gekämpft hast.“<BR /><BR />Nach der Schule studierte Laura Santino Psychologie und fand in Stefano Freddi ihren Lebenspartner, mit dem sie die Leidenschaft für die Berge teilte – im Sommer wie im Winter. Vor zwei Jahren heirateten sie. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Santino bereits für die Sozialgenossenschaft Cogess, die im Val Sabbia Menschen mit Behinderungen betreut. Sie war als persönliche Assistentin eines Grundschulkindes tätig und arbeitete zudem auf dem pädagogischen Bauernhof „La Mirtilla“ in Idro. Parallel absolvierte sie eine Ausbildung im Bereich tiergestützter Therapie. Ihr Traum war es, eines Tages einen eigenen „Agriturismo“ mit Tieren zu führen.<h3> „Auch ältere Menschen schlossen sie schnell ins Herz“</h3>„Es hat uns das Herz gebrochen“, sagt ihre Kollegin Monica Tonoli. Sie erinnert sich an Santinos „große Sanftheit“ und ihr „besonderes Gespür“ im Umgang mit anderen. „Sie konnte auch im Schweigen Nähe herstellen“, so Tonoli. Ob bei der Arbeit mit Kindern, bei Wanderungen oder in der tiergestützten Therapie – Santino habe eine seltene Fähigkeit besessen, Vertrauen aufzubauen. Auch ältere Menschen hätten sie schnell ins Herz geschlossen. „Sie wollten sie zunächst von einer so frühen Heirat abbringen“, erzählt Tonoli. „Als sie aber merkten, dass sie glücklich ist, schenkten sie ihr handgemachte Topflappen in Herzform für ihre neue Küche.“ Santino starb bei dem, was sie liebte: in den Bergen.<BR /><BR />Die Lawine, die sich von der Rudererspitze löste, erfasste mehrere Gruppen von Skitourengehern. Insgesamt kamen drei Menschen ums Leben: Neben Laura starben der 62-jährige Martin Parigger aus Ridnaun und der in Österreich wohnhafte 56-jährige Ridnauner Alexander Frötscher. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-lawinendrama-grosse-trauer-um-martin-parigger-und-alexander-froetscher" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR />Vier weitere wurden verletzt. Zwei von ihnen – <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-lawinenunglueck-oesterreicher-44-weiterhin-in-kritischem-zustand" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">ein Österreicher in weiterhin kritischem Zustand</a> und ein inzwischen stabilisierter Deutscher – werden auf der Intensivstation in Bozen behandelt.