Laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin werden gestern und heute auf Südtirols Bergen zwischen 30 und 50 Zentimeter Neuschnee fallen, aber nicht überall: vor allem in der Ortlergruppe, im Ultental und im Passeiertal bis Ridnaun. In diesen Gebieten – den Südstaulagen – werde es zum kräftigsten Schneefall dieses Winters kommen. <BR /><BR />Im restlichen Land werden die Schneemengen hingegen geringer ausfallen. Niederschläge werde es im Laufe des gestrigen oder heutigen Tages überall geben – es bleibe praktisch nirgends trocken, prognostiziert Peterlin. Gestern noch dominierte vielerorts der Regen – sogar hoch oben auf 2000 Metern. Heute soll die Schneefallgrenze auf 1500 Meter bis 1000 Meter sinken.<h3> Lawinengefahr steigt nun markant an</h3>Wie Meteorologe Lukas Rastner vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung erklärt, sind die Niederschläge von gestern und heute „das erste ordentliche Schneefallereignis dieses Winters in den Bergen“. Ab der Waldgrenze steige die Lawinengefahr nun markant an. Am höchsten sei die Gefahr in jenen Gebieten mit dem meisten Neuschnee und dort, wo die Altschnee-Situation kritisch sei. Groß sei die Lawinengefahr beispielsweise in Sulden, Ulten, Passeier, im nördlichen Sarntal, im Brennergebiet und in den Pfunderer Bergen.<BR /><BR />Die Altschneedecke ist ungünstig aufgebaut – sie hat Schwachschichten im Inneren, erklärt Rastner. Wenn dann Lawinen ausgelöst werden, können diese auch die gesamte Altschneedecke mitreißen und dementsprechend größer ausfallen. Heute werde es wegen des starken Windes zudem auch ein Triebschneeproblem geben – und wegen des vielen Schnees ein Neuschneeproblem. Morgen werde die Lawinengefahr dann langsam, aber kontinuierlich abnehmen – aber für Wintersportler bleibe die Lage weiterhin kritisch. <h3> <FW05></FW05>Wenig Schnee bisher</h3>Bisher war der Winter in Südtirol relativ niederschlagsarm. Bis zum Wochenende fielen auf den Bergen 20 bis 50 Prozent weniger Schnee als in anderen Wintern, sagt Peterlin. Mit den Niederschlägen der vergangenen Tage bessere sich diese Bilanz etwas. <BR /><BR />Aufgrund des Klimawandels steigen die Temperaturen im Winter: Heuer war der Winter bis jetzt um 0,5 bis 1 Grad milder als normal und auch die letzten Winter waren meist zu mild, erklärt Peterlin.