Erste Projekte wie eine Wanderausstellung und ein Videoprojekt hat die Gruppe bereits auf den Weg gebracht. <BR /><BR />Mitglieder dieser Gruppe sind neben Toni Pramstaller noch Johanna Brunner, Leiterin des Amtes für Ehe und Familie, weiters Anna Steinkeller (Jungschar), die frühere Jungschar-Vorsitzende Julia Leimstädtner, Evi Atz (Jugenddienst), Pastoralassistent Stefan Plattner, Pfarrer Ulrich Kössler und Kooperator Paolo Zambaldi. <BR /><BR />Die Arbeitsgruppe wendet sich an Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen, die sich im Glauben verbunden und der Kirche zugehörig fühlen oder in der Kirche Heimat finden möchten. Angesiedelt ist die Gruppe beim diözesanen Amt für Ehe und Familie. Die Leiterin des Amtes, Johanna Brunner, definiert die Ziele: Begegnungen zu ermöglichen, Menschen zusammen zu bringen, einen Austausch auch zum Thema Homosexualität zu finden und „das Unsichtbare sichtbar zu machen“. Die Gruppe wolle „sensibilisieren und informieren, um Unsicherheiten und Diskriminierungen abzubauen und dazu beitragen, dass das Thema aus einem unausgesprochenen Tabu an die Oberfläche kommt, damit offen und normal darüber gesprochen werden kann“.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="769442_image" /></div> <BR /><BR />Ein Projekt der Gruppe – die ausleihbare Wanderausstellung „Unsichtbar sichtbar – Gleichgeschlechtlich Liebende in der Kirche“ zeigt kurze Lebensgeschichten von queeren (nicht heterosexuellen) Menschen in Südtirol. Auf lebensgroßen Figuren sind Stellungnahmen abgedruckt wie: „Ich träume von einer Kirche und Gesellschaft, in der alle Menschen stolz ihre sexuelle Orientierung annehmen können und diese erfüllt leben dürfen“. Worte eines 60-Jährigen. Auf einer anderen Figur stehen die besorgten Sätze einer Mutter: „Es sind und bleiben unsere Kinder – uns anvertraut mit ihren Hoffnungen und Lebensträumen. Nach jahrelangen Kämpfen mit sich und Zweifeln an sich, wagen es manche, sich zu outen, andere tragen ihr Geheimnis oft zu lange allein und drohen daran zu zerbrechen. Was aber all unseren gleichgeschlechtlich liebenden Söhnen und Töchtern gemeinsam ist, das sind ihr Hunger und ihre Sehnsucht nach Toleranz.“<BR /><BR />Toni Pramstaller, der seit bald 30 Jahren mit seinem Partner zusammen ist, glaubt, „dass Lebens- und Liebesvielfalt göttlich sind“. Er habe sich sehr lange mit dem Begriff „katholisch“ beschäftigt. „Katholisch allumfassend heißt für mich: Alle Menschen – auch alle queeren Menschen mit ihrer sexuellen Vielfalt – werden umfasst von der bedingungslosen Liebe Gottes.“ Dies sei eine befreiende Botschaft. Von der Kirche erwarte er sich eine Entschuldigung gegenüber gleichgeschlechtlich sich liebenden Menschen. Mit ihrer Haltung habe die Kirche viele dieser Menschen verletzt. Immerhin verwende Papst Franziskus jetzt aber andere Begriffe als seine beiden Vorgänger.