Dies sei maßgeblich durch Erfolge im Kampf gegen Kindersterblichkeit und gegen eine Reihe von Krankheiten erreicht worden, teilte die WHO am Donnerstag in Genf bei der Vorlage ihrer Weltgesundheitsstatistik 2014 mit. Nach wie vor werden Frauen älter als Männer – im internationalen Durchschnitt um 4,6 Jahre, wie aus dem Datenwerk hervorgeht. Bei den Frauen steht Japan mit durchschnittlich 87 Jahren an der Spitze, bei den Männern ist es Island mit 81 Jahren. Die Statistik bezieht sich auf Vorhersagen für den Geburtsjahrgang 2012.Die weitaus größten Fortschritte wurden zwischen 1990 und 2012 in den armen Regionen der Welt erreicht: Um neun Jahre stieg laut WHO die Lebenserwartung in Entwicklungsländern. „Ein wichtiger Grund ist, dass heute viel weniger Kinder sterben, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen“, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Auch große Erfolge bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Tuberkulose oder Krebs, aber auch Verbesserungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage trugen zum weltweiten Trend des Älterwerdens bei.In Äthiopien zum Beispiel stieg die prognostizierte Lebenserwartung um 19 auf 64 Jahre, in Kambodscha um 18 auf 72 Jahre. „Jedoch gibt es immer noch eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich“, sagte die WHO-Chefin. „Menschen in Ländern mit hohen Einkommen haben eine viel bessere Chance, lange zu leben, als jene in Ländern mit geringen Einkommen.“apa/dpa