Samstag, 10. Oktober 2020

Lebenshilfe: Hans Widmann als Präsident bestätigt

Unter Einhaltung sämtlicher Bestimmungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus fand kürzlich in Bozen die jährliche Mitgliederversammlung der Lebenshilfe statt. Hans Widmann wurde dabei als Präsident der Lebenshilfe bestätigt.

Armin Reinstadler (links) ist der neue Vizepräsident der Lebenshilfe. Hans Widmann (rechts) wurde als Präsident bestätigt.
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Armin Reinstadler (links) ist der neue Vizepräsident der Lebenshilfe. Hans Widmann (rechts) wurde als Präsident bestätigt. - Foto: © Lebenshilfe
Präsident Hans Widmann begrüßte die Mitglieder sowie die beiden Ehrengäste, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrätin Waltraud Deeg, und ließ einige Schwierigkeiten Revue passieren, denen sich die Lebenshilfe im Zusammenhang mit der Coronakrise konfrontiert sah.

Manche Tätigkeiten des Verbands seien durch die Krise zwar kurzfristig eingebremst, dessen Entschlossenheit aber keineswegs in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wir stecken“, so sagte Hans Widmann, „immer noch in der Coronakrise. Trotzdem wird die Lebenshilfe jetzt mit Nachdruck verlangen, dass die Umsetzung des Landesgesetzes zur Teilhabe und Inklusion schnellstens erfolgt. Wir brauchen Arbeitsplätze, wir brauchen Heim- und Werkstattplätze, wir brauchen Wohnungen für selbstbestimmtes Wohnen und die entsprechende Assistenz sowie eine geeignete Mobilität. Wir brauchen ebenso eine Aufwertung der privaten Vereinigungen im Sinne einer echten Subsidiarität, damit wir soziale Projekte im Geiste des Landesgesetzes auch autonom umsetzen können.“

Konstruktive Gespräche über Wiedereröffnung des Hotel Masatsch


Landeshauptmann Arno Kompatscher bedankte sich bei der Lebenshilfe für ihr unermüdliches Engagement zugunsten von Menschen mit Beeinträchtigung. Landesrätin Waltraud Deeg berichtete, dass in Bezug auf das Hotel Masatsch konstruktive Gespräche stattgefunden haben, die auf eine Wiedereröffnung hindeuten.

Außerdem bedankte sie sich bei der Lebenshilfe für die Zusammenarbeit bei der Erstellung der Webseiten der Autonomen Provinz Bozen in Leichter Sprache sowie für die vorbildliche Organisation und Durchführung der sommerlichen Freizeit- und Urlaubsprojekte trotz aller coronabedingten Barrieren.

Geschäftsleiter Wolfgang Obwexer präsentierte die Tätigkeiten des vergangenen Jahres, nahm auf die Auswirkungen des Lockdowns zu Beginn der Covid-19-Krise Bezug und mahnte an, dass die pauschale Einstufung von Menschen mit Beeinträchtigung als Risikogruppe zu ungerechtfertigten Ausgrenzungen geführt habe.

Gleichzeitig sprach er allen Mitarbeiter/inne/n seine Anerkennung aus, die ihre Arbeit in den Einrichtungen und bei der Organisation und Durchführung von Dienstleistungen ohne Unterbrechungen und unter erschwerten Bedingungen verrichteten.

Hans Widmann bleibt Präsident – neuer Vizepräsident

Haupttagesordnungspunkt der Versammlung war die Wahl des neuen Landesvorstands, an deren Ende Elsa Noflatscher aus Brixen, die sich der heurigen Wahl nicht mehr stellte, für ihre langjährige Mitarbeit im Landesvorstand und als Vizepräsidentin geehrt wurde. Vera Hofer und Katrin Hofer wurden als Rechnungsrevisorinnen wiedergewählt.

Bei seiner Sitzung bestätigte der neue Vorstand Hans Widmann in seiner Eigenschaft als Präsident und wählte Armin Reinstadler zum neuen Vizepräsidenten. Der neue Vorstand, der bis April 2023 im Amt bleiben wird, ist somit aus folgenden Personen zusammengesetzt: Hans Widmann (Präsident), Armin Reinstadler (Vizepräsident), Roland Schroffenegger (Kassier), Josef Gottardi, Veronika Pfeifer (alle gewählt), Jochen Tutzer (Präsident der Selbstvertretungsgruppe People First), Rosa Hofer, Josef Mahlknecht, Meinhard Oberhauser, Theresia Rottensteiner, Claudia Thayer, Andreas Tschurtschenthaler (Präsidenten der Bezirke) sowie Kurt Wiedenhofer (kooptiert).

Das neu zusammengesetzte Gremium brachte nach der Wahl des Präsidenten, des Vizepräsidenten und des Kassiers seine Sorge angesichts möglicher Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Situation zum Ausdruck und betonte, dass eine neuerliche Schließung der Wohn- und Arbeitseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung deren Eltern in eine untragbare Lage versetzen würde. Die gegenwärtige Zeit, so waren sich die neuen Vorstandsmitglieder einig, gebe zwar Anlass zu Beunruhigung, doch die kommenden drei Jahre seien voller Optimismus und mit Tatendrang anzugehen.

stol

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