Dienstag, 19. Juli 2016

Lebenshilfe: Internationales Treffen in der Schweiz

Vom 14. bis zum 16. Juli fand in Staad am Bodensee das Treffen der deutschsprachigen Verbände für Menschen mit Beeinträchtigung statt: der Lebenshilfe Deutschland, der Lebenshilfe Österreich, der Vereinigung insieme Schweiz, der Vereinigung APEMH Luxemburg und der Lebenshilfe Südtirol. Auf der Agenda standen mehrere Themen, zu denen man sich gegenseitig informierte und austauschte.

Am Treffen nahmen für die Lebenshilfe Südtirol Präsident Hans Widmann (zweiter von rechts, hintere Reihe), Vizepräsidentin Elsa Noflatscher (erste von rechts) und Geschäftsleiter Wolfgang Obwexer (erster von links) teil. - Foto: Lebenshilfe Südtirol
Badge Local
Am Treffen nahmen für die Lebenshilfe Südtirol Präsident Hans Widmann (zweiter von rechts, hintere Reihe), Vizepräsidentin Elsa Noflatscher (erste von rechts) und Geschäftsleiter Wolfgang Obwexer (erster von links) teil. - Foto: Lebenshilfe Südtirol

Besprochen wurde die Wohnsituation vor allem junger Menschen mit Beeinträchtigungen ebenso wie das Budget für Arbeit der deutschen Bundesregierung zur Verbesserung der Arbeitsinklusion. Ein relevantes Thema wird zunehmend wegen deren gestiegener Lebenserwartung das Altwerden von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Die Unterstützte Entscheidungsfindung als Alternative zur Sachwalter Regelung ist ein weiterer Schritt in Richtung mehr Selbständigkeit und Selbstbestimmung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung.

Das neue Vergabegesetz

Am Ende des Treffens wurden Fragen der Organisationsentwicklung und der Vergabe sozialer Dienste diskutiert. Die Lebenshilfe Südtirol stellte das jüngst von der Landesregierung verabschiedete Vergabegesetz vor. Deutschland, Österreich und Luxemburg sind dabei, neue Vergabegesetze auszuarbeiten, um die EU-Richtlinie 2014/24 zu rezipieren. Bis dahin wird in diesen Ländern weitgehend von einer Ausschreibung von sozialen Diensten abgesehen. Die Schweiz ist von der EU-Richtlinie nicht betroffen.

stol

stol