Samstag, 10. Januar 2015

Lebenslange Haft für Hassprediger

Das Gericht in New York sah es als erwiesen an, dass der 56-Jährige Abu Hamza an einer Geiselnahme 1998 im Jemen beteiligt gewesen war, bei der vier Menschen getötet wurden. Außerdem habe er ein Jahr später mitten in den USA ein Terrorcamp errichtet.

Abu Hazam auf einer Zeichnung aus dem Gericht in New York.
Abu Hazam auf einer Zeichnung aus dem Gericht in New York. - Foto: © APA/EPA

Die Richterin nannte laut der Urteilsverkündung am Freitag seine Taten bösartig und barbarisch. Schuldig gesprochen wurde er bereits im Mai vergangenen Jahres. Das Strafmaß wurde erst jetzt verkündet.

Der weißhaarige und weißbärtige Hamza, der nur noch ein Auge und eine Metallkralle an Stelle der rechten Hand hat, erschien zur Urteilsverkündung in dunkelblauer Gefängniskluft im Gerichtssaal. Er hatte die Taten stets abgestritten und auf nicht schuldig plädiert.

Wegen Aufrufs zu Rassenhass und Mordanschlägen hatte Hamza bereits in Großbritannien eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt. Im Norden Londons hatte er ein islamistisches Zentrum aufgebaut und dort radikalislamische und antiamerikanische Predigten gehalten. Nach jahrelangem juristischem Tauziehen war er 2012 an die USA ausgeliefert worden. Bis zuletzt hatte sich der gebürtige Ägypter mit britischem Pass erbittert dagegen gewehrt. 

APA

stol