Die Autonome Provinz Trient hat den Erwerb des Areals beschlossen. Für rund 2,3 Millionen Euro soll der Komplex künftig Teil eines größeren Projekts zur Aufwertung der Ponale-Mündung werden. Vorgesehen ist keine einfache Wiedereröffnung des früheren Hotels, sondern eine Neuordnung des gesamten Bereichs mit Blick auf Landschaftsschutz, Wegeführung und die touristische Nutzung der Umgebung.<h3> Vom spektakulären Hotspot zum verlassenen Gebäude</h3>Die Casa della Trota war über Jahrzehnte ein bekanntes Restaurant und Hotel am nördlichen Gardasee. Vor allem wegen ihrer Lage direkt am Wasser und ihrer Spezialität – frischen Forellengerichten – wurde sie zu einem beliebten Ziel für Einheimische und Urlauber. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1336071_image" /></div> <BR />Auch prominente Gäste sollen dort eingekehrt sein, darunter Monica Vitti, Fausto Coppi und der frühere deutsche Bundeskanzler Willy Brandt.<BR /><BR /> Doch die Führung des Hotels wurde immer schwieriger. Eine Kombination aus verkehrstechnischer Isolation, strengen neuen Auflagen und Naturgefahren machten den Betrieb irgendwann unmöglich. Vor etwa 25 Jahren schloss die Casa della Trota ihre Türen. Seitdem steht das Gebäude leer und verfällt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1336074_image" /></div> <BR /><h3> Eigentümer wollten das Haus wiederbeleben</h3>Die Wiederbelebung des Gebäudes war nämlich lange kompliziert. Die Lage zwischen See, Felsen und Straße bringt besondere baurechtliche Herausforderungen mit sich. Zudem befindet sich das Areal in einem landschaftlich sensiblen Bereich.<BR /><BR />Die bisherige Eigentümerseite, verbunden mit der Gesellschaft Ponale Srl und der Familie Cicciarello, hatte Pläne für eine Sanierung und eine neue Nutzung entwickelt. Nach jahrelangen Verfahren wurde 2023 eine wichtige Genehmigung für ein Wiederbelebungsprojekt erteilt.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1336077_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Nun geht das Areal jedoch in eine neue Richtung: Wie Landeshauptmann Maurizio Fugatti betonte, geht es bei der Übernahme durch die Provinz Trient nicht nur um die Zukunft des Gebäudes selbst. Ziel sei es, einen der landschaftlich eindrucksvollsten Bereiche am nördlichen Gardasee aufzuwerten und gleichzeitig den historischen Zugang ins Ledrotal über den Ponale wieder stärker zur Geltung zu bringen.<BR /><BR />Nach den derzeitigen Plänen sollen spätere Anbauten, die inzwischen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, entfernt werden. Der historische Kern des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert soll hingegen erhalten bleiben. Zusätzlich sind Sicherungsarbeiten an der Felswand sowie die Wiederherstellung des alten Verbindungswegs zwischen Seeufer und der historischen Ponale-Route vorgesehen.<BR /><BR />Der Erwerb des Areals soll auch Auswirkungen auf den Bau der Gardasee-Radroute haben. Der ursprünglich geplante, kostenintensive Tunnelabschnitt könnte durch eine etwa 300 Meter lange Strecke direkt am See ersetzt werden. Nach Angaben der Provinz Trient wäre diese Variante sowohl technisch einfacher als auch wirtschaftlich günstiger.<BR /><BR />Die Maßnahmen sind Teil des weiteren Ausbaus der Gardasee-Radroute. Erst kürzlich wurde der Abschnitt zwischen Riva del Garda und Torbole freigegeben. Ein weiteres Teilstück soll nach Ende der Tourismussaison im Oktober in Angriff genommen werden.