Den Mitarbeitern im Bildungssektor winken 5.000 Euro brutto mehr pro Jahr. Wie der Landeshauptmann betont, gibt es das Plus in die Lohntüte „ohne neue Mehrleistung.“ <BR /><BR />Neben dem pflegenden Personal soll der Bildungssektor als einziger eine reale Lohnerhöhung erhalten. Die Verhandlungen hätten eigentlich im Herbst starten sollen, kamen aber nie zustande, weil das Land sich erst an den Tisch setzen wollte, wenn die flächendeckenden Proteste an den Schulen beendet werden. Das wurden sie nicht. „Aber ich will jetzt nicht wieder Erbsen zählen. An etlichen Schulen finden sehr wohl Aktivitäten statt. Wir fühlen die Signale, dass alle einen Schritt machen, und den setzen wir jetzt auch“, sagt Kompatscher nach einem Abstimmungstreffen mit den vier Landesräten Philipp Achammer, Daniel Alfreider, Marco Galateo und Magdalena Amhof.<BR /><BR />Für kommenden Freitag, 23. Jänner, werden die Gewerkschaften von der Politik eingeladen, um die Hauptthemen noch einmal durchzusprechen und den Verhandlungsstart abzustecken. „Das kann auch die Woche darauf schon sein“, so Kompatscher. Gerechnet wird aber eher mit der ersten Februarwoche. Aufrecht bleibt vorerst, dass die Verhandlungen bis Ende März abgeschlossen sein müssen, um rückwirkende Zahlungen ab 1. Jänner zu ermöglichen. „Der Termin ist machbar. In der Absichtserklärung wurde auf Wunsch der Gewerkschaften ja schon ziemlich klar festgelegt, wofür das Geld verwendet werden soll“, so Kompatscher.<h3> 90 Millionen Euro sollen in Lohnerhöhungen fließen</h3> Auf dem Tisch liegen 110 Millionen Euro. Vereinbart ist, dass 90 davon in reine Lohnerhöhungen fließen, was im Schnitt rund 5.000 Euro mehr pro Kopf und Jahr wären. Zehn Millionen sollen in die Angleichung der Löhne der Staatslehrer (Grund-, Mittel-, Oberschule) an die Landeslehrer (Berufs- und Musikschulen) fließen. Weitere zehn gibt es für die Übernahme von besonderer Verantwortung, zum Beispiel als Klassenlehrer. Aussagen einzelner Landesräte, dass normative Bereiche verhandelt werden sollen, hatten für Irritation gesorgt. „Wir stehen zu unserem Wort und der Absichtserklärung: Das Geld gibt es ohne neue Mehrleistungen“, stellt der Landeshauptmann klar.<BR /><BR />Die Gewerkschaften reagieren positiv auf den baldigen Verhandlungsstart. „Es ist Zeit, dass endlich etwas weitergeht. Wir sind bereit“, so Petra Nock (ASGB). Der Termin 31. März als Verhandlungsabschluss sei allerdings nur machbar, wenn „wir zack zack arbeiten und nicht alle drei Wochen ein Treffen angesetzt wird“, so Nock. Die Rede ist von gestaffelten Auszahlungen, mit denen Berufseinsteiger rund 4.000 Euro, erprobte Lehrerpersonen 6.000 Euro mehr in der Lohntüte hätten. „Das ist alles noch offen. Es gibt viele Wünsche und wir müssen die Quadratur des Kreises schaffen“, sagt dazu Nock.