Sie berichtete gestern in der SVP-Leitung über den Stand der Dinge bei den Tarifverhandlungen mit dem Lehrpersonal an den Grund-, Mittel- und Oberschulen (Staatslehrer). 92 Millionen Euro lässt sich das Land eine reale Lohnerhöhung von im Schnitt 400 Euro brutto monatlich für den gesamten Bildungsbereich kosten. Während der Landesbereich (Kindergarten, Musik- und Berufsschulen, Mitarbeiter für Integration, Sozialpädagogen) entschieden hat, jedem 400 Euro zukommen zu lassen, haben die Gewerkschaften für die Staatslehrer mit dem Land eine gestaffelte Zuteilung vereinbart (siehe Grafik).<BR /><BR />Mit ihnen erhöht sich das Bruttojahresgehalt von Lehrkräften an den Grund-, Mittel- und Oberschulen zwischen 2.000 Euro und 7.585 Euro brutto jährlich. Besonders deutlich fällt die Erhöhung für Berufseinsteiger mit Studium bzw. Lehrbefähigung aus, die auf Anhieb der nächsthöheren Dienstaltersstufe gleichgestellt werden. Damit unterscheidet man sie von Supplenten. „Und wir stärken den Beruf für junge Leute“, sagt Personallandesrätin Amhof.<BR /><BR /> Ursprünglich war ein einziger Vertrag geplant, mit dem der Lohn der Staatslehrer zudem an jenen der Landeslehrer angenähert sowie die Übernahme besonderer Verantwortung (z.B. Klassenlehrer, Schulen mit hoher Sprachkomplexität) honoriert werden soll. Hier ist man aber auch deshalb noch so weit, weil die Verhandlungen aufgrund des Tauziehens um die Proteste länger ruhten. Deshalb werden jetzt zwei Verträge geschnürt: der erste für die Reallohnerhöhung von im Schnitt 400 Euro für 14.000 Mitarbeiter im ganzen Bildungsbereich sowie ein zweiter, der nur mehr die Staatslehrer betrifft. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1303782_image" /></div> <BR />Amhof rechnet damit, dass drei Monate vergehen, bis der erste Vertrag alle Instanzen wie Rechnungsrevisoren und Rechnungshof genommen hat. Bei den Staatslehrern kommt der Sanctus des Ministeriums dazu, weshalb es vier Monate sind. Die 92 Millionen Euro aus dem ersten Vertrag dürften im Landesbereich früher, für Staatslehrer wohl erst im September ausbezahlt werden. „Allerdings rückwirkend ab 1. Jänner 2026“, so Amhof.<BR /><BR />Die 20 Millionen Euro für den zweiten Vertrag werden aber „nicht mehr rückwirkend“ ausbezahlt, stellt Landesrätin Amhof klar. „Wir haben immer klar kommuniziert, dass nur rückwirkend ausbezahlt wird, was bis Ende März vertraglich unter Dach und Fach ist. Geeinigt hat man sich bis Mitte April nur auf den ersten Vertrag“, so Amhof. Dass Teile der Lehrerschaft im Protestmodus bleiben wollen, kann sie nicht nachvollziehen. „Wir haben geliefert und viel Geld in die Hand genommen. Weitere Proteste sind nicht mehr zu rechtfertigen.“<BR /><BR />Optimistisch zeigt sich nach der SVP-Leitung auch Bildungslandesrat Philipp Achammer. „Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen bekommen.“