Der Staat hat mit Jänner den Lohn der Lehrer erhöht, Verhandlungen über weitere Anpassungen starten. „Diese sind ohne Abstriche weiterzugeben, sonst gibt es kein Ende der Proteste, im Gegenteil“, so die Aktionsgemeinschaft Bildung am Abgrund. <BR /><BR />„Das ist nicht möglich“, so Landesrätin Magdalena Amhof. Staatliche Erhöhungen sind mit der Landeszulage zu kompensieren und wirken sich in Südtirol nicht auf den Gehaltszettel aus. Sie fließen aber ins Grundgehalt ein und zählen für Pension und Abfertigung.<BR /><BR />Der Staat rühmt sich, den Lehrern das Gehalt um 416 Euro zu erhöhen, weshalb in Whatsapp-Kanälen diese Summe kursiert. Großteils besteht sie jedoch aus alten Verträgen bzw. in Aussicht gestellten Beträgen. „Derzeit geht es aber um rund 140 Euro mehr aus dem neuen staatlichen Tarifvertrag, der seit Jänner in Kraft ist“, so Ressortchef Günther Burger und die Gewerkschafter Hubert Kainz und Petra Nock.<BR /><BR /> „Diese zusätzlich an die Lehrer weiterzugeben, ist kollektivvertraglich und gesetzlich nicht möglich“, so Landesrätin Amhof. In Südtirol zahle das Land die Gehälter des gesamten Lehrpersonals aus eigenen Mitteln. Diese seien deutlich höher als in anderen Regionen, weil das Land eine Landeszulage auszahlt. Bei Erhöhungen des staatlichen Grundgehaltes sei aber die Landeszulage um denselben Betrag zu kürzen, sodass die Summe im Gehaltszettel nicht steigt. <BR /><BR />„Sehr wohl aber fließen staatliche Erhöhungen ins Grundgehalt und zählen für Abfertigung und Pension, denn diese werden aufs Grundgehalt berechnet“, sagt Amhof. Den Inflationsausgleich, den der Staat jetzt verhandeln will, habe das Land längst vorgenommen. Derzeit verhandele man in Südtirol bereits über reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro brutto.<BR /><BR />Die Gewerkschaften haben angefragt, ob es möglich ist, dieses eine Mal keine Kompensation vorzunehmen. „So könnte man den Lohn der Staatslehrer an jenen der Landeslehrer angleichen. Die dafür im Verhandlungstopf vorgesehenen 10 Millionen Euro reichen dazu nicht“, so Nock und Kainz. „Es war immer klar, dass es um eine Annäherung und nicht um eine komplette Angleichung geht“, sagt dazu Amhof. Im November haben die Gewerkschaften zudem einen Vertrag mit Kompensation unterzeichnet.