Er hatte die Studie im Oktober in einem Beschlussantrag im Landtag gefordert, der angenommen worden war. Die Studie zu Arbeitszeit und Belastung der Lehrkräfte schließt an eine Untersuchung an, die bereits 2005 unter Landesrat Otto Saurer durchgeführt wurde. Damals zeigten sich 70 Prozent der Befragten mit ihrer Tätigkeit zufrieden oder sehr zufrieden, doch es zeichneten sich bereits Belastungen ab, die seither zugenommen haben.<BR /><BR />„Die Debatten um die Lehrergehälter zeigen, dass es Zeit ist, von Meinungen zu Fakten zu kommen“, sagt Leiter Reber. Viele hätten bei ihrem Bild von Lehrern nur die Unterrichtsstunden im Kopf. „Der Lehrberuf ist jedoch viel komplexer und wird es – wie unsere Gesellschaft – immer mehr“, sagt Leiter Reber, der in einer Anfrage nachgehakt hat, wie es um die Studie steht.<BR /><BR />„Der Auftrag wird im April vergeben“, sagt Landesrat Achammer. Im Zuge einer Marktsondierung werde man sich wohl für das Institut Apollis entscheiden. „Dieses hat die Saurer-Studie durchgeführt und hat alle Daten und Zugänge für Vergleiche“, sagt Bildungsdirektor Gustav Tschenett. Einbezogen werden über eine repräsentative Stichprobe alle Schulstufen aller drei Sprachgruppen und die Berufsbildung. Die Studie werde Monate beanspruchen. Eine Arbeitsgruppe unter Einbindung von Gewerkschaften und Lehrpersonen werde nach Auftragserteilung eingesetzt.<BR /><BR />Zufrieden ist Leiter Reber. Wichtig sei, dass die Arbeitsgruppe sofort eingebunden werde, damit in der Studie alle Aspekte, mindestens aber jene der Saurer-Studie, berücksichtigt werden. „Und ich hoffe sehr, dass die italienische Beteiligung diesmal höher ausfällt.“ 2005 lag sie deutlich unter der Teilnahme beim deutschen Lehrkörper.