Mittwoch, 14. März 2018

„Lehrerin schwänzt“: Haft für Verleumdung auf Facebook

Soziale Netzwerke sind kein rechtsfreier Raum. Diese schmerzliche Erfahrung musste ein Gadertaler machen, der am Dienstag in Bozen von Richterin Carla Scheidle verurteilt wurde. Er hatte in einem Facebook-Post die Volksschullehrerin seines Sohnes verleumdet.

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Foto: © shutterstock

Er hatte behauptet, die Lehrerin bleibe vom Unterricht fern, wann es ihr passe, ihre Krankheit sei lediglich simuliert. Tatsächlich aber war die Lehrerin sehr wohl krank und deshalb auch offiziell entschuldigt.

In dem Post hatte der Gadertaler auch den Ehemann der Lehrerin, den Bürgermeister des Gadertaler Dorfes, in die Geschichte hineingezogen. Deshalb verurteilte Richterin Scheidle den Mann nicht nur zu 8 Monaten Haft, sondern auch zur Zahlung von je 6000 Euro Schadensersatz für die Lehrerin und ihren Mann. Die Haftstrafe wird nur zur Bewährung ausgesetzt, wenn der Schadensersatz bezahlt wird.

cu 

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der morgigen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol