Fünf Tage lang waren die Jugendlichen in Krakau, vom 2. bis zum 7. März. Sie besuchten unter anderem das Jüdische Ghetto, die Fabrik von Oskar Schindler sowie das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Letzteres hat bei Andreas Mölgg aus Prettau den tiefsten Eindruck hinterlassen. <BR /><BR />Der geschichtsinteressierte 19-Jährige spricht von einer unheimlichen Atmosphäre: Schon beim Betreten des Lagers werden die Namen der Ermordeten verlesen. Zu sehen sind Überreste wie Schuhe, Koffer oder Haarzöpfe – genauso Bücher mit den endlosen Listen der Opfer. „Auch wenn man vor Ort war, fehlen einem die Worte, um dieses unermessliche Leid zu beschreiben“, sagt er. <BR /><BR />Seine Eindrücke will er nun mit Kolleginnen und Kollegen teilen. „Schließlich sind wir Jugendlichen die Zukunft. Ein solches Ereignis darf sich nie wiederholen“, sagt Mölgg. Seinen Alltag lebt er nach dieser Erfahrung bewusster und setzt, wo es geht, Zeichen der Nächstenliebe. <h3> Krakau ist eine Reise wert</h3>Auch Katharina Simeaner aus Eppan hat an der Reise der Erinnerung teilgenommen. Der 18-Jährigen war von Anfang an klar, dass es ein prägendes Erlebnis sein würde. „Ich hätte jedoch nicht erwartet, wie stark mich die Erfahrung jetzt, wo ich wieder daheim bin, noch immer begleitet“, sagt sie. <BR /><BR />Die Gedenkstätten wirken heute teils friedlich, aber dennoch düster: „Man kann dies aus keinem Geschichtsbuch so gut nachempfinden“, betont Simeaner. Gleichaltrigen legt sie „Promemoria Auschwitz“, das jährlich stattfindet, daher ans Herz – auch denjenigen, die nicht an Geschichte interessiert sind. „Wer diese Erfahrung gemacht hat, erkennt, wenn sich die dunkle Vergangenheit zu wiederholen droht“, sagt die 18-Jährige. Angesichts der derzeit angespannten Weltlage sei es umso wichtiger, aufmerksam zu bleiben.