Donnerstag, 16. April 2015

Leiche im Schrebergarten: 59-Jähriger starb durch Schläge auf Kopf

Bei dem Toten aus dem Schrebergarten handelte es sich um den seit Ende März vermissten 59-jährigen Innsbrucker, berichtete das Tiroler Landeskriminalamt am Freitag. Der Mann wurde laut LKA durch mehrere heftige Schläge auf den Kopf mit einem derzeit unbekannten Gegenstand getötet.

Beim Toten handelt es sich um Helmut Herburger.
Beim Toten handelt es sich um Helmut Herburger. - Foto: © STOL

Nach dem Fund einer Leiche in einem Schrebergarten in Innsbruck hat die Obduktion nun endgültig Klarheit gebracht: Es ist Helmut Herburger aus Innsbruck.

„Es gibt Hinweise auf Fremdeinwirkung“, sagte Chefermittler Walter Pupp der APA. Der Mann wurde laut LKA durch mehrere heftige Schläge auf den Kopf mit einem derzeit unbekannten Gegenstand getötet. Nach diesem Gegenstand werde am Freitag am Areal des Schrebergartens gesucht, hieß es.

Seit Ende März hatten die Kriminalisten nach einem 59-jährigen Innsbrucker gesucht, der nach einer Feier in seinem Schrebergarten spurlos verschwunden war. Ins Visier der Ermittler geriet recht bald ein 43-jähriger gebürtiger Deutscher mit italienischem Pass, der bei der Feier anwesend gewesen sein und den Toten als Letzter lebend gesehen haben soll. Er wird per EU-Haftbefehl gesucht (STOL hat berichtet).

Bergung gestaltete sich als schwierig

Laut Pupp gestaltete sich die Bergung des Toten schwierig: „Das Gelände ist relativ steil und unwegsam“. Außerdem müsse behutsam vorgegangen werden, um etwaige Spuren zu sichern. Der Tote wurde unter kompostiertem Erdreich und Blättern vergraben.

Warum die Leiche von den Spürhunden, die das Gelände zweimal abgesucht hatten, nicht gefunden wurde, blieb vorerst rätselhaft.

„Wir haben zweimal mit Hunden gesucht – am Tag der Anzeige und dann vergangene Woche“, erklärte der LKA-Chef. Weder Blut- noch der Leichenhund hätten an der Stelle angeschlagen, an der die Leiche am Donnerstag gefunden wurde.

Tatverdächtiger arbeitete zuletzt in Bozen

Die Ermittler gingen von einem Tötungsdelikt aus. Beim tatverdächtigen handelt sich um Agostino Heinrich Kessler, geboren am 03.02.1971 in Sonthofen, Bayern. Laut den Kriminalisten lebte und arbeitete der gebürtige Deutsche zuletzt in Südtirol.

Der auffallend große Mann mit markanten Tätowierungen an den Armen soll zuletzt mit einem bereits am 9. Februar in Bozen gestohlenen Opel Corsa mit dem italienischen Kennzeichen „CM 805 TY“ unterwegs gewesen sein.

 

Der Tatverdächtige - Foto: APA/BUNDESKRIMINALAMT

apa/ker

stol