Feuerwehrtaucher entdeckten den Leichnam mehrere Kilometer von jener Stelle entfernt, an der der Jugendliche die Tote nach eigenen Angaben ins Wasser geworfen haben soll. <BR /><BR />Der 17-Jährige hatte gegenüber den Ermittlern gestanden, seine Tante getötet und anschließend die Leiche beseitigt zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll die Tat in einem Holzschuppen auf dem Familienanwesen in San Stino di Livenza (Provinz Venedig) verübt worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau mit mindestens 16 Messerstichen getötet wurde. Nach dem Fund der Leiche nahm ein Gerichtsmediziner erste Untersuchungen vor. Dabei soll geklärt werden, wie viele Verletzungen die Frau tatsächlich erlitt und ob die Angaben des Jugendlichen mit den Spuren am Körper übereinstimmen. <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft untersucht zudem, ob der Minderjährige die Tat allein begangen hat oder ob weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten. Die Ermittlungen dauern an. Anschließend soll der Jugendliche die Leiche auf einer Schubkarre transportiert, mit einer Plane abgedeckt und zum Ufer eines nahegelegenen Kanals gebracht haben. Dort habe er den Körper ins Wasser geworfen. Auch die mutmaßliche Tatwaffe soll ins Wasser geworden worden sein und wird inzwischen noch gesucht. <BR /><BR />Unklar sind bislang die genauen Hintergründe des Verbrechens. Die Ermittler prüfen mehrere mögliche Motive. Nach Aussagen von Zeugen soll es innerhalb der Familie seit längerem Spannungen gegeben haben. Demnach kam es wiederholt zu Streitigkeiten zwischen der Getöteten und dem Vater des Jugendlichen. Im Mittelpunkt sollen Fragen rund um den Familienbesitz gestanden haben.<BR /><BR />Zu dem Anwesen der Familie der Toten gehört ein rund 5.000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem die 53-Jährige lebte. Die Eltern der Frau, zugleich die Großeltern des Tatverdächtigen, waren inzwischen in ein Pflegeheim gezogen. Der Jugendliche wohnte mit seinen Eltern ebenfalls auf dem Gelände, allerdings in einem separaten Haus.