Die Flüchtlinge seien auf dem Weg nach Europa gewesen. Auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf sprach unter Berufung auf den tunesischen Roten Halbmond von 150 geborgenen Leichen.Ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR ergänzte, unter den Toten seien auch Frauen und Kinder. An Bord des Schiffes sollen sich 850 Menschen befunden haben.Nach UNHCR-Angaben wurden 578 Menschen gerettet und in Auffanglager nahe der tunesischen Grenze zu Libyen gebracht. Die meisten seien Schwarzafrikaner. „Das war offenbar einer der schlimmsten und tödlichsten Unfälle im Mittelmeer in diesem Jahr“, sagte der UNHCR-Sprecher.Die Flüchtlinge wollten von Libyen aus auf die italienische Insel Lampedusa gelangen. Ihr Schiff lief aber am Dienstag auf eine Sandbank, wie die tunesische Nachrichtenagentur TAP berichtete. Bei einer Bergungsaktion der tunesischen Behörden unter schwierigen Wetterbedingungen hätten die Insassen verzweifelt versucht, in Rettungsboote zu gelangen, wodurch starkes Gedränge entstanden sei. Das Flüchtlingsschiff sei daraufhin umgekippt.Nach IOM-Angaben sind seit Februar mehr als 20.000 Menschen von Tunesien und 13.000 von Libyen aus über das Meer zu ihrer gefährlichen Fahrt in Richtung Lampedusa aufgebrochen. apa/reuters/dpa/afp