Wie sich inzwischen herausstellte, handelte es sich dabei um Kaiserjäger. Dies berichteten die Carabinieri der Ortschaft Vermiglio, die die Leichen geborgen haben. „Von den Resten der Uniform konnten wir erkennen, dass es sich um österreichische Soldaten handelt“, so die Carabinieri.Die Leichen, die nebeneinander lagen, wurden von den Mitarbeitern der Betreibergesellschaft einer Seilbahn entdeckt. Laut dem Präsidenten des Museums des Ersten Weltkriegs des Adamello-Massivs, Walter Belotti, könnten die beiden Soldaten bei der wichtigsten Schlacht des Jahres 1918 zwischen dem 25 und dem 28. Mai ums Leben gekommen sein.„Der Gletscher war 100 Jahre lang das Grab dieser Soldaten. Die Reste sind aufgetaucht, nachdem wegen der Hitzewelle des Sommers der Gletscher stark geschmolzen ist. Ich hätte die Soldaten lieber dort gelassen, wo sie bisher geruht hatten, doch das ist nicht möglich“, berichtete Belotti.Die Reste der beiden Kaiserjäger wurden mit einem Hubschrauber nach Vermiglio geflogen und in eine Aufbahrungshalle gebracht. Die Leichen sollen jetzt in einem Labor des Krankenhauses der norditalienischen Stadt Vicenza obduziert werden. Danach werden die Kaiserjäger sehr wahrscheinlich im österreichisch-ungarischen Kriegsfriedhof in der Trentiner Ortschaft Ossana beerdigt.2004 waren die mumifizierten Leichen von drei österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg aus einem Alpengletscher auf 3.640 Meter Höhe am Ortler-Cevedale-Massiv entdeckt worden. Sie waren vermutlich bei einer Schlacht am 3. September 1918 in Norditalien ums Leben gekommen.apa