Montag, 22. Mai 2017

Leichenfund in Nordtirol: Mordanklage

Im Fall des Anfang November vergangenen Jahres auf einem Parkplatz in Söll (Bezirk Kufstein) erschossen aufgefundenen Mannes hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Mordanklage gegen den 28-jährigen Tatverdächtigen sowie die Ehefrau des Opfers erhoben. Dies hat die Anklagebehörde am Montag mitgeteilt.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Mordanklage erhoben.
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Mordanklage erhoben.

Die Anklage ist vorerst nicht rechtskräftig. Beiden Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung bis zu lebenslange Haft.

Die Ehefrau des Getöteten, eine 32-jährige Deutsche, wurde wegen Beitrags zum Mord angeklagt. Der 28-Jährige zeigte sich laut Staatsanwaltschaft in Einvernahmen geständig und belastete auch die Ehefrau. Diese räumte ein, vom Tatplan gewusst und diesem zugestimmt zu haben.

Getötete fiel durch Gewalttätigkeit auf

Nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens haben die beiden Beschuldigten gemeinsam geplant, den 32-jährigen Griechen zu töten, weil dieser wiederholt gegen seine Frau und die gemeinsame sechsjährige Tochter gewalttätig gewesen sei und in einer Trennung kein möglicher Ausweg gesehen wurde, hieß es seitens der Anklagebehörde. Für den Fall einer Trennung habe die Ehefrau befürchtet, ihr Mann könnte mit der Tochter nach Griechenland ziehen.

Bei dem 28-Jährigen handelt es sich um einen gemeinsamen Freund des Ehepaares. Er stammt ebenfalls aus Griechenland. Der Mann habe sich nach dem „Verschwinden“ des Ehemannes eine gemeinsame Beziehung mit der Witwe erhofft.

apa

stol