Mittwoch, 23. November 2016

Leichenfund nach Brand in Nordtirol: Offenbar kein Fremdverschulden

Nach dem Leichenfund bei einem Brand und einer Explosion in einem Mehrparteienhaus in St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) kann Fremdverschulden offenbar ausgeschlossen werden. Die Polizei ging davon, dass das Todesopfer für den Brand verantwortlich war. Ob dieser Unfall oder Absicht war, lasse sich jedoch nicht mehr restlos klären, hat eine Polizeisprecherin der APA am Mittwoch gesagt.

Nach dem Leichenfund kann Fremdverschulden offenbar ausgeschlossen werden.
Nach dem Leichenfund kann Fremdverschulden offenbar ausgeschlossen werden. - Foto: © APA

„Die Ermittler haben leere Kanister mit Brandbeschleuniger gefunden und die Hunde haben mehrmals in der Wohnung angeschlagen“, so die Polizistin. Da sich größere Mengen des Brandbeschleunigers auf einmal entzündet hätten, sei es auch zu der Explosion gekommen. Bei der Leiche soll es sich um einen 35-jährigen Mann handeln.

Anwohner im Krankenhaus untresucht

Die elf Bewohner, die wegen der starken Rauchentwicklung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus nach St. Johann gebracht wurden, konnten in der Zwischenzeit wieder entlassen werden. „Sie können aber noch nicht zurück in ihre Wohnung, weil ein Sachverständiger zuerst die Statik des Gebäudes überprüfen muss“, meinte die Beamtin.

Der Tote wurde von den Einsatzkräften am Dienstagabend nach dem Brand in einer Wohnung entdeckt. Das Feuer war gegen 19.00 Uhr ausgebrochen, ehe es in weiterer Folge zu der Explosion kam.

apa

stol