Samstag, 16. Dezember 2017

Leichnam von 1952 gestorbener Ex-Königin Elena nach Italien überführt

Auch sterbliche Überreste von Viktor Emanuel III. sollen indie Heimat zurückgebracht werden

Der Leichnam der ehemaligen italienischen Königin Elena wurde nach Italien überführt.
Der Leichnam der ehemaligen italienischen Königin Elena wurde nach Italien überführt. - Foto: © shutterstock

65 Jahre nach ihrem Tod in Frankreich sind die sterblichen Überreste der vorletzten italienischen Königin Elena (1871-1952), Frau des Savoyen-Königs Viktor Emanuel III., nach Italien überführt worden.

Die Gebeine der in Montpellier beigesetzten Monarchin wurden im Marienheiligtum Vicoforte nahe der piemontesischen Stadt Cuneo beigesetzt, berichteten italienische Medien.

Auch Viktor Emanuels Leichnam soll überführt werden
Die Gemahlin von Viktor Emanuel III. (1869-1947) war eine Tochter von König Nikola von Montenegro. Nach Vicoforte sollen demnächst auch die Überreste von Viktor Emanuel III. überführt werden, der im Exil im ägyptischen Alexandria starb und dort beigesetzt wurde.

Die ehemalige Königsfamilie Savoyen dankte dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella für die Bemühungen zur Überführung der im Exil verstorbenen Monarchin. Italienische Monarchisten fordern freilich, dass die Überreste von Viktor Emanuel III. und seiner Gemahlin Elena im römischen Pantheon ruhen sollen, in dem sich die Särge von Viktor Emanuel II. und von Umberto I. befinden.

Viktor Emanuel III., der das faschistische Mussolini-Regime unterstützte und deswegen bei großen Teilen des Volkes in Ungnade fiel, dankte am 9. Mai 1946 ab. Sein 1904 geborener Sohn Umberto bestieg den Thron am 10. Mai 1946. Umberto regierte allerdings nur vier Wochen, bis sich Italien in einer Volksabstimmung für die Republik entschied.

Einreiseverbot erst 2002 aufgehoben

Die männlichen Nachkommen der Königsfamilie wurden ins Exil verbannt. Das italienische Parlament hob das Einreiseverbot erst 2002 auf. Umbertos Sohn Vittorio Emanuele und dessen Sohn Emanuele Filiberto, die die meiste Zeit ihres Exils in der Schweiz verbrachten, verzichteten auf den Thronanspruch.

apa

stol